Neue Spannung

Rethem: Wrobel will Chefsessel im Rathaus

Porträtfoto
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Bürgermeisterin Kathrin Wrobel gibt ihre Kandidatur bekannt.

Neue Spannung im Bürgermeisterwahlkampf der Samtgemeinde Rethem. Nach Björn Symank wirft jetzt auch Dr. Kathrin Wrobel ihren Hut in den Ring.

Rethem – „Ich möchte Sie darüber informieren, dass ich bei der Direktwahl am 12. September als Kandidatin für das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin in Rethem antreten werde.“ Einige mögen es geahnt oder gar gewusst haben, aber vielen war diese Mitteilung von Häuslingens Bürgermeisterin Dr. Kathrin Wrobel gestern eine Überraschung. Wrobel tritt damit in direkte Konkurrenz zu Björn Symank aus Morsum, der immerhin eine breite politische Unterstützung von CDU und SPD in Rethem erfährt.

Die neue Bewerberin aus Häuslingen meint ihre Sache auf jeden Fall ernst. Das zeigt sich nicht nur daran, dass sie, wie sie selbst mitteilt, gestern die notwendigen Unterlagen bei der Wahlleitung eingereicht hat. Das wird auch aus ihrer Ankündigung deutlich, dass sie sich für kein anderes Mandat bewirbt und auch als Bürgermeisterin in Häuslingen nicht mehr zur Verfügung stehe. „Diese Entscheidung ist nicht leichtfertig und erst nach längerer Überlegung und Gesprächen mit meiner Familie und anderen Menschen getroffen worden“, schreibt Wrobel.

Der Unterstützung zweier Parteiverbände und deren Infrastruktur, die ihr Widersacher Symank im Rücken hat, will Wrobel mit einem „jungen und engagierten Wahlkampfteam“ entgegentreten. Und sie wirft ihre Erfahrung in der Kommunalpolitik in die Waagschale: „Gerade unsere Samtgemeinde ist kein einfaches Pflaster und als Bürgermeisterin muss man nicht nur eine, sondern eigentlich fünf Gemeinden im Auge haben und auch verwalten. Hierfür ist eine entsprechende Vorkenntnis nicht nur notwendig, sondern unerlässlich.“

Mit der Erfahrung und dem Wissen aus 15 Jahren als Bürgermeisterin der Gemeinde Häuslingen und zehn Jahren als stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin jedenfalls sieht sich Kathrin Wrobel gut gewappnet für das Rethemer Rathaus. „Ich kenne die Abläufe und Entscheidungswege der Verwaltung vor Ort und kreisweit sowie viele Entscheidungsträger.“ Wrobel betont in dem Zusammenhang ihre Verlässlichkeit. „Alle Pläne und Versprechen aus den letzten Wahlprogrammen wurden verwirklicht und eingelöst.“

Den Bürgerinnen und Bürgern wolle sie nun als „HVB“ (Hauptverwaltungsbeamtin) zur Seite stehen und die Mitgliedsgemeinden zusammen mit den Räten in eine gute Zukunft führen. Sie sei dabei politisch neutral und arbeite sachorientiert, ohne an eine Partei oder Wählergruppe gebunden zu sein.

Auf die Samtgemeinde und ihre Mitgliedsgemeinden sieht Wrobel wichtige Entscheidungen zukommen. „Dazu gehört insbesondere die finanzielle Situation der Samtgemeinde, die kein Ausgaben-, sondern ein Einnahmenproblem hat.“ Wirtschaft, Handwerk und innovatives Gewerbe müssten zielgerichtet gefördert werden. Die Landwirtschaft befinde sich im wohl größten Strukturwandel seit der Mechanisierung und Umweltschutz nehme einen immer größeren Stellenwert ein. Das erfordere vor Ort, rechtzeitig Entscheidungen zu treffen.

„Ein wichtiges Anliegen ist mir auch die Situation der Kleinsten und der Älteren. Kinderbetreuung und Betreuung von Senioren, die nicht mehr alleine zurechtkommen, sind mir eine echte Herzensangelegenheit“, nennt Wrobel einige ihrer Kernthemen. Ebenso die Unterstützung der Ehrenamtlichen in Vereinen. „Was Landleben ohne Schützenfeste, Sportveranstaltungen oder das Burghofcafé bedeutet, haben wir in der Pandemiezeit schmerzlich erfahren.“

Als wichtigstes Argument stuft die Rechtsanwältin dann aber ein, dass sie vor Ort geboren und aufgewachsen sei. „Dies ist meine Heimat, hier sind meine Wurzeln. Die Menschen aus Rethem und der Allermarsch liegen mir am Herzen. Deshalb möchte ich mich auch weiterhin für sie einsetzen.“

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