Fußwege müssen sicher sein

Rethemer Bauhof gut gerüstet, falls der Winter noch kommt

Ein Mann steht auf einer Leiter und inspiziert ein Regal mit gefüllten Säcken.
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Ist ausreichend Streusalz auf Lager? Bastian Ehlers zählt einmal durch.

Seit ein paar Tagen schon ist es morgens glatt. Heißt das, dass jetzt der Winter kommt? Wird es Schnee geben? Viele Menschen würden sich darüber freuen, andere, insbesondere Autofahrer, sind vielleicht eher genervt. Klar ist jedenfalls: Sollte es in diesem Jahr zu einem Wintereinbruch kommen, ist Rethem gut gerüstet. Die Streusalzlager sind gut gefüllt und die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes wissen, was sie zu tun haben.

Rethem – Diese Woche ist Timo Stelter dran. Jeden Morgen um 5 Uhr beginnt er seinen Arbeitstag damit, zu schauen, ob es draußen glatt ist. „Heute Morgen musste ich zum Beispiel streuen. Angefangen habe ich mit den Fußwegen im Bereich der Alpebrücke, da ist es immer besonders glatt.“ Es ist Stelters erster Winterdienst für die Stadt Rethem, er hat erst im Oktober angefangen, beim Bauhof zu arbeiten. Seine beiden Kollegen Volkmar Rethmeyer und Michael Hunger stehen ihm aber mit ihrer großen Erfahrung zur Seite: In 33 beziehungsweise 21 Jahren Dienstzeit haben die beiden natürlich schon einige Extremwetterlagen erlebt und es kann sie so leicht nichts aus der Ruhe bringen.

Streuen bei Glätte, schieben bei Schnee

Die drei Kollegen wechseln sich wochenweise mit dem Winterdienst, der am 1. Dezember beginnt und je nach Wetterlage im Februar oder März endet, ab. Die Hauptaufgabe besteht dann darin, morgens für Sicherheit auf den Fußwegen vor den gemeindeeigenen Grundstücken zu sorgen. Ist es glatt, hängen die Bauhofmitarbeiter ein Streugerät hinter ihren kleinen Traktor und fahren damit die Fußwege ab. „Klar, dass wir immer einen Eimer dabei haben, damit wir schwer zugängliche Bereiche mit der Hand streuen können“, so Hunger.

Hat es dagegen in der Nacht kräftig geschneit, bekommt der Traktor eine Schaufel an die Front, mit deren Hilfe die Fußwege freigeräumt werden. Ein ganz normaler handelsüblicher Schneeschieber für die Engstellen oder im Bereich zwischen Verkehrsschildern ist natürlich auch immer „am Mann“. Die wichtigsten Punkte im Ort seien die Fußwege rund um die Ampelkreuzung, die an der Langen Straße sowie jene im Bereich des Rettungszentrums. An der Schule seien dagegen die beiden Hausmeister für den Winterdienst zuständig.

Wenn der Bus nicht durchkommt, helfen Landwirte aus

Für die Sicherheit auf den großen Straßen, die durch Rethem führen, die B   209 und die L 157, sorge die Kreisstraßenmeisterei, erklärt Kevin Grochotzky, stellvertretender Stadtdirektor. Die Stadt sei lediglich für die Gemeindestraßen zuständig. Und die würden üblicherweise erst dann geräumt, wenn die Schulbusse ein Problem hätten, durchzukommen, etwa wegen Schneeverwehungen. In diesen Fällen könne allerdings auch der Bauhof mit seinem kleinen Traktor nicht viel ausrichten. „Für solche Situationen haben wir eine Liste mit Landwirten beziehungsweise Lohnunternehmern, die wir anrufen können, damit sie für uns die Wege des Schulbusses freischieben.“ Doch dieser Fall trete nur alle paar Jahre ein.

Das Streusalzlager nimmt heute Verwaltungsmitarbeiter Bastian Ehlers in Augenschein. Der Bauhof sei gut gerüstet, befindet er, nachdem er die Säcke durchgezählt hat. „Wir versuchen, immer genügend Salz vorrätig zu haben“, sagt Volkmar Rethmeyer. Wobei man natürlich nie genau wisse, was wettermäßig zu erwarten sei. Vergangenes Jahr, als es Ende Januar anfing zu schneien und gar nicht mehr aufhören wollte, sei es auch für die Bauhofkollegen anstrengend gewesen. „An einem Tag habe ich sieben Stunden ununterbrochen Winterdienst gemacht und abends hätte ich direkt wieder von vorne anfangen können“, so Rethmeyer. Auf eine Wiederholung in diesem Jahr seien weder er noch seine Kollegen besonders scharf, aber „wenn es kommt, dann kommt es“:

Immer genug zu tun

Und wenn nicht, dann hätten sie trotzdem genug zu tun. Immerhin stünden bis Februar noch Gehölzschnitte an, bevor es im Frühjahr wieder ans Mähen gehe. Im Herbst sorge das Laub für reichlich Arbeit. Und dazwischen: Gossen reinigen, Friedhofsarbeiten, Reparaturen. Seitdem es den Mängelmelder auf der Rethem-Homepage gebe, gehöre die zeitnahe Abarbeitung der Meldungen ebenfalls zum Programm. Die drei seien also immer beschäftigt, und das sei schön, denn so bliebe für Langeweile keine Zeit.

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