Grundstücks-Verhandlungen für den Freizeitsee Rethemer Fähre laufen

„Wir sind weiter motiviert“

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Diese Fotomontage des Freizeitsees Rethemer Fähre stellte der damalige Verwaltungschef Rainer Schmuck schon 2003 vor.

Rethem - Der Freizeitsee Rethem – ein Paradies für Wassersportler und Erholungssuchende. Schon seit mehr als zehn Jahren beschäftigt diese Vision Politiker, Verwaltungsmitarbeiter, aber auch Grundstücksbesitzer in der Samtgemeinde Rethem. Es gibt einen potenziellen Investor, Umweltverträglichkeitsuntersuchungen wurden durchgeführt. Seit längerem berichtet Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige in Ausschüssen und Ratssitzungen, dass es hinter den Kulissen Bewegung gebe.

Dietmar Harsveldt aus Mülheim an der Ruhr ist bereit, Geld in die Vision zu stecken. Er glaubt, dass der Freizeitsee „der Schlüssel ist, um das Aller-Leine-Tal touristisch attraktiver zu gestalten.“ Die Region sei wunderschön, gerade im Hinblick auf die Natur, sagte er im Gespräch. Den Sport-Event-Bereich sieht er als Höhepunkt, der noch fehle. Es gehe möglicherweise um eine Wasserskianlage, aber auch Wasserschanzen seien vorstellbar. Auf denen könnten beispielsweise Snowboarder im Sommer Sprünge trainieren. Zukunftsmusik sei ein eventueller Olympiastützpunkt für solche außergewöhnlichen Sportarten.

Es hake allerdings noch bei den Grundstücksankäufen. „Wir stehen immer noch in Verhandlungen mit der Kirche.“ Dort gebe es die Bereitsschaft, das Land zu einem bestimmten Preis abzugeben. Dieser gehe jedoch weit über die Kalkulation hinaus, die sonst für ein solches Projekt üblich sei, sagte Harsveldt. Ein weiterer Grundstückseigentümer orientiere sich nun an den Vorstellungen der Kirche. Und ein dritter Eigentümer habe noch weit höhere Preiserwartungen.

„Wir sind weiter motiviert, müssen aber die komplette Kalkulation überdenken“, so Harsveldt weiter. Eine Entscheidung erwartet Harsveldt innerhalb der nächsten drei Monate.

„Wollen Projekt

nicht blockieren“

Parallel zu Preisverhandlungen liefen Gespräche mit Tiefbauern. Hierbei gehe es unter anderem darum, wie man mit dem Erdaushub umgehe. „Es läuft einiges.“

Pastor und Kirchenvorstandsvorsitzender Diedrich Petzold sagte, dass die Gemeinde ihr Entgegenkommen bei den Verhandlungen signalisiert habe. „Wir wollen das Projekt nicht blockieren.“ Die Landeskirche gebe preislich bestimmte Richtsätze vor.

Das bestätigte der Vorsitzende des Bauausschusses des Kirchenvorstandes, Jochen Oestmann. Im Endeffekt handele es sich aber bei dem Land, um das es gehe, um Kirchenvermögen, gegenüber dem sie eine gewisse Verantwortung hätten. Das gelte nicht zuletzt, weil sie die Rethemer Kirche renovieren wollten. Dafür bräuchten sie Geld. „Wir haben unser Angebot vorgelegt. Aus unserer Sicht ist Herr Harsveldt am Zuge“, sagte Oestmann.

sal

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