Gemeindedienstversammlung der Feuerwehren

Großes Lob für die Nachwuchsarbeit

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Die Geehrten mit Cort-Brün Voige (l.) und Hartmut Staschinski (5.v.l.): Matthias Gärtner, Georg Mahler, Hans-Heinrich Block, Heinrich Timrott, Eckhardt Alarich, Horst Rodewald und Karsten Rodewald (v.l.).

Rethem - „Wenn ich auf das Jahr 2017 zurückblicke, dann sind es vor allem zwei Dinge, die mich besonders beschäftigt haben“, stellte Rethems Gemeindebrandmeister Georg Mahler anlässlich der Gemeindedienstversammlung der Wehren fest. Das sei zum einen die Leukämie-Erkrankung des Walsroder Ortsbrandmeisters Stephan Wagner und die überwältigende Bereitschaft von fast 2 500 Menschen, die sich typisieren ließen. Der zweite Punkt betreffe die Schwierigkeiten mit dem neuen Leitstellensystem.

„Eigentlich sollte es inzwischen sauber laufen, doch bislang haben wir nur Schwierigkeiten. In der Administration fehlt es an Personal. Ob die neu geschaffenen Strukturen ausreichen, wird erst die Zukunft zeigen.“

Es folgte eine chronologische Abfolge der Einsätze und Ereignisse des Jahres 2017. Festzuhalten bleibt, dass es ein arbeitsreiches, intensives Jahr mit insgesamt 40 Bränden und Hilfeleistungen war. Überproportional im Vergleich zu den Vorjahren waren die Sturmschäden.

Einige Veranstaltungen haben besonderen Eindruck hinterlassen, zum Beispiel der Tag der offenen Tür der Ortsfeuerwehr Rethem: „Eine rundum gelungene Veranstaltung“, wie von allen Seiten bekräftigt wurde. „Es war ein Tag mit vielen Gästen und viel Programm, viel Arbeit wurde investiert, aber es hat sich gelohnt“, bekräftigte Mahler. Er hob zudem die Gründung der Löschlöwen, die neue Kinderfeuerwehr, und die Brandschutzerziehung für die Drittklässler der Grundschule hervor.

Auch die Gastredner würdigten die Nachwuchsarbeit. Diese wurde besonders an einer Person festgemacht. Andreas Herzog aus Bierde hat sich länger als ein Jahrzehnt um den Feuerwehrnachwuchs aus Altenwahlingen, Böhme und Bierde gekümmert. Und jetzt, da er aufhört, hat er einen schon fast totgesagten Patienten zum Leben erweckt. Aus einer Mannschaft von zuletzt drei Jugendlichen ist nun eine 14-köpfige starke Truppe entstanden. „Andreas hat Vorbildliches geleistet“, würdigte Gemeindejugendfeuerwehrwartin Sonja Kny die Arbeit des Bierders. „Ihr habt einen Schritt in die richtige Richtung getan“, lobte Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski.

Die Beförderten (mit Georg Mahler (r.): Ralf Wiechers, Niklas Badenhop, Jochen Bunke, Christian Dröscher, Daniel Pugner und Marcel Hermanns (von links). 

49 Kameraden nahmen im vergangenen Jahr an Fortbildungen teil. „Eine rege Lehrgangstätigkeit“, bestätigte Mahler. Das soll 2018 so weitergehen. Mindestens 13 Fortbildungsmaßnahmen sind geplant. Die Zahl der Aktiven blieb gegenüber den Vorjahren konstant, bei den Kindern und Jugendlichen stieg sie von zwölf (2016) auf 27. In Bierde wurde ein Mannschafttransportwagen in Betrieb genommen.

Abgerundet wurde die Versammlung durch Ehrungen und Beförderungen. Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Hans-Heinrich Block (Häuslingen) und Heinrich Timrott (Frankenfeld). Eckhard Alarich (Böhme), Horst Rodewald (Bierde) und Georg Mahler (Rethem) wurden für 40-jährige Treue ausgezeichnet, Matthias Gärtner (Böhme) und Karsten Rodewald (Bierde) für 25 Jahre.

Befördert wurden Daniel Pugner (Frankenfeld), Jochen Bunke (Altenwahlingen) und Niklas Badenhop (Frankenfeld) zu Löschmeistern, Christian Dröscher (Rethem) zum Hauptlöschmeister, Marcel Hermanns (Bierde) zum Ersten Hauptlöschmeister und Ralf Wiechers (Häuslingen) zum Brandmeister.

Der Gemeindewettbewerb findet in Böhme statt, der Kreiswettbewerb in Brochdorf. 

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