Genau wie bei den „Großen“

Juniorwahl an der Rethemer Londy-Schule 

Einige Zehntklässler werden von Nadine, Leonie, Stine und André (sitzend v.l.) im Wahllokal begrüßt und betreut.

Rethem - Wie funktioniert eigentlich die Bundestagswahl? Der Antwort auf diese Frage sind die Schüler der Rethemer Londy-Schule ein ganzes Stück näher gekommen. Nachdem sie sich im Unterricht mit dem Thema beschäftigt hatten, gaben 80 Acht- und Zehntklässler gestern im Rahmen der Juniorwahl ihre Stimme ab. Die neunten Klassen, die ihr Praktikum absolvieren, fehlten.

Drei Mädchen und ein Junge aus der 6b waren unter dem Vorsitz von Nadine Plotzky-Zilke, Fachleitung GSW, für das „Wahllokal“ in der Bücherei zuständig. Sie waren im Vorfeld ausgelost worden, denn das Interesse für diese Tätigkeit war groß. Vielleicht auch ein bisschen, weil sie während dieser Zeit nicht am Unterricht teilzunehmen brauchten.

Nadine nahm den älteren Schülern die Wahlbenachrichtigungskarten ab, Leonie überprüfte, ob sich die Namen auf den Wahllisten befinden. Stine und André waren schließlich für das Aushändigen der Stimmzettel zuständig. Wie bei der Wahl der „Großen“ gab es Wahlkabinen und eine versiegelte Urne. Das Material war komplett zugeschickt worden.

Bei der Auszählung der Stimmzettel. - Fotos: Elling

Schließlich ging es ans Öffnen der Urne. Die grünen Stimmzettel, die sich inhaltlich nicht von den großen am Wahltag unterscheiden, wurden auf den Tisch geschüttet. Dann berieten die Schüler mit ihrer Wahlvorsteherin, wie sie am besten vorgehen. Zunächst studierten sie die Anleitung der Juniorwahl und bildeten Zettelstapel. Schriftführerin Leonie nahm den Stift. Die anderen riefen Parteinamen zu, bis alle Stimmzettel ausgelesen waren. Dann wurde der Vorgang wiederholt.

Zehntklässler Tim wirft den Zettel in die Wahlurne.

Es sei lange fraglich gewesen, ob sie dabei sein können, berichtete Schulleiterin Sandra Steinhoff-Schäfer. Da das Ganze von Sponsoren finanziert werde, sei die Teilnehmerzahl begrenzt. Dankenswerterweise hätten Nadine Plotzky-Zilke und Frank Seuberth das Projekt betreut.

Das Ergebnis darf nicht vor morgen, 18 Uhr, veröffentlicht werden. Dann ist es unter www.juniorwahl.de einsehbar.

Plotzky-Zilke ist überzeugt, dass sich die Teilnahme am Projekt lohnt. „Alles ist originalgetreu nachgestellt. Es handelt sich um eine gute Vorbereitung.“ Vielleicht kämen die Schüler auch mit ihren Eltern über das Thema Wählen ins Gespräch. „Das Projekt sollte für alle Schulen zugänglich sein“, wünscht sich die Pädagogin. - sal

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