Mit Wasserstoff auf Wachstumskurs: Freqcon stellt startendes Pilotprojekt in Rethem vor

Gemeinsam in eine grüne Zukunft

Große Pläne: Diese Fläche auf dem Energie- und Gewerbepark Rethem Aller wird sich noch stark verändern.
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Große Pläne: Diese Fläche auf dem Energie- und Gewerbepark Rethem Aller wird sich noch stark verändern.

Rethem – „Es ist ein einzigartiges Konzept, das so noch keiner umgesetzt hat.“ Mit diesen Worten beschrieb Wolfgang Beez, Geschäftsführer der Freqcon, das jetzt in Rethem startende, regionale Wasserstoff-Projekt des Unternehmens. Im Rahmen eines Pressegesprächs erklärte er zusammen mit Norbert Hennchen, ebenfalls Geschäftsführer der Freqcon, der Prokuristin Erika Weber, Dieter Moll, dem koordinierenden Geschäftsführer der Egra, und Tjorben Karkheck, Assistent der Geschäftsführung und ebenfalls von der Egra, was sich die Freqcon mit dem Projekt zum Ziel gesetzt hat und wie vielseitig Wasserstoff gerade im Mobilitätsbereich eingesetzt werden kann.

„Durch unsere innovative Umrechnertechnologie haben wir uns dazu entschlossen, hier, auf dem Gelände des Energie- und Gewerbeparks Rethem, ein Demonstrationsprojekt zu bauen“, so Beez bei der Vorstellung des Pilotprojekts. Für diesen Zweck reserviert die Egra der Freqcon vier der sechs Gewerbeparzellen auf dem ehemaligen Toschi-Gelände für drei Jahre und gewährt ein Vorkaufsrecht für die einzelnen Parzellen. Und was ist mit den zwei verbleibenden? „Wir sind bereits mit einem interessierten Investor im Gespräch, der sich vorstellen könnte, auf einer davon eine Wasserstoff-Tankstelle oder Elektro-Ladestation zu bauen“, ergänzte Dieter Moll von der Egra.

Die Umsetzung des Wasserstoff-Projekts auf den anderen Parzellen sei bereits für dieses und nächstes Jahr terminiert und in zwei Phasen aufgeteilt. In denen ist zuerst die Konzeptphase sowie die Installation vorgesehen. 2021 soll dann die Inbetriebnahme des Freqcon-Systems folgen. Zuvor ist die Herstellung von Produktionsanlagen mit direkter Anbindung von erneuerbaren Energieträgern wie beispielsweise Fotovoltaik und Windkraft, Batteriespeichern, Wasserstoffproduktion und Auto-Ladestation für den Transportsektor geplant. „Mit unserer Technologie können wir sehr viele Energieumwandlungsverluste vermeiden und haben die beste Position, um kostengünstig Wasserstoff zu produzieren. Außerdem können wir sowohl Elektro- als auch Wasserstoffladesäulen bedienen“, so der Geschäftsführer der Freqcon.

Da Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, sei er einerseits sogar grün und könne andererseits sehr wirtschaftlich weiterverwendet werden. Zentral ginge es schließlich um die Erreichung der Ziele der Umweltpolitik, die langfristige Dekarbonisierung sowie um das stetige Hinarbeiten auf eine CO2-neutrale Infrastruktur. „Schauen sie nach Kalifornien, da soll es ab 2035 keine Verbrenner mehr geben“, so Beez und prognostiziert, dass eine solche Richtlinie auch früher oder später in Europa auf die Agenda trete.

Diese nachhaltige Zukunft will die Freqcon aktiv mitgestalten und plant, um dieses Ziel zu erreichen, weitere Stellen einzurichten. „Was auch ein Ziel der Egra ist. Unser Ziel, 80 Arbeitsplätze auf dem Gelände zu schaffen, haben wir erreicht, jetzt sollen es noch 70 weitere werden, sodass wir auf 150 insgesamt kommen“, so Dieter Moll. „Daran halten wir fest.“

Ihren bisherigen, auch internationalen und stetig wachsenden Erfolg erklärt sich die Freqcon wie folgt: „Wir haben viele gute Ideen. Unsere über 20 Ingenieure sind mit Herzblut dabei und stets darauf bedacht, wie wir all unsere Projekte möglichst multifunktional einsetzen können“, schilderte Beez und ergänzt: „Auch die Zusammenarbeit mit der Egra funktioniert sehr gut. Mit unserem Wasserstoff-Projekt kommt uns hier ohne Zweifel eine Vorreiterstellung zu. Es gibt bereits viele Abnehmer, da unser System alles abdeckt, von Elektro, hin zu Wasserstoff bis zu bereits integrierten Speichersystemen.“ Die Freqcon-Lösung biete den optimalen Mix für emissionsfreie Fahrzeuge. Darüber hinaus könne der grüne Wasserstoff von Gasdistributoren verwendet werden. Zu Demonstrationszwecken kann die Einspeisung in das örtliche Gasnetz getestet werden. Das Pilotprojekt würde in einer weiteren Phase auch die Wärmenutzung für die Gewerbegebäude untersuchen.

Von Lisa Hustedt

Wolfgang Beez von der Freqcon präsentiert zusammen mit Norbert Hennchen und Dieter Moll den Bereich des Egra-Geländes, auf dem die sechs revitalisierten Gewerbeparzellen realisiert werden sollen (v.l.).
Erika Weber, Norbert Hennchen, Wolfgang Beez und Dieter Moll beim Unterschreiben des Pachtvertrags.

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