Treffen der Altenwahlinger Schützen

„Gemeinsam etwas für das Dorf bewirken“

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An der außerordentlichen Mitgliederversammlung nahmen zahlreiche Schützen teil.

Altenwahlingen - Über 100 Jahre Vereinsgeschichte, die kann man doch nicht so einfach auslöschen. Das jedenfalls sagten sich einige Altenwahlinger Schützenbrüder und -schwestern, nachdem bei der Jahreshauptversammlung im Januar eine Vereinsauflösung gerade noch abgewendet werden konnte.

Nach emsigem Suchen war es zwischenzeitig gelungen, Mitglieder für einen neuen Vorstand zu gewinnen, und auch ein Schießwart für die Männer war gefunden worden. Am Mittwochabend trafen sich die Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung im Gasthaus zur Linde.

Rückblickend, aber auch zukunftweisend bemühte der ehemalige erste Vorsitzende Dieter Rohrig eine Allegorie: „Auf unserer Weide wuchs ein alter Baum, das Geäst weitgehend abgestorben, der Stamm hohl und verfault. Der letzte Sturm hat ihn einfach geknickt. Das Wurzelwerk blieb im Boden und mit ihm ein Hauch von Leben. Jetzt reckt sich ein neues Bäumlein dem Licht entgegen. Er wird anders sein, aber die Tradition fortsetzen. So sehe ich auch unseren Schützenverein. Eigentlich müssten wir jetzt alle singen: Kleines Senfkorn Hoffnung.“

Tina Bollmann, neue erste Vorsitzende der Schützen.

Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Notvorstandes und wählte Tina Bollmann zur Vorsitzenden. Der Posten des zweiten Vorsitzenden bleibt erst einmal vakant. Die Kassenverwaltung übernimmt Thorsten Bollmann, ihm zur Seite Andrea Jastremski. Neuer Schriftführer wird Dieter Rohrig, sein Stellvertreter Fritz Bätje. Schießwartin der Damen bleibt Heike Bösenberg, Schießwart der Schützen Andreas Brinkmann, Damenleiterin Elke Precht.

Die neue erste Vorsitzende nahm die Anwesenden ins Gebet: „Wir haben zwar einen geschäftsführenden Vorstand“, erklärte sie, doch für Leben, Herzschlag und ein erquickliches Miteinander müssten alle gemeinsam sorgen. „Nur so können wir etwas für unser Dorf bewirken. Sprecht mit uns“, forderte sie. „Sonst wissen wir nicht, was euch am Herzen liegt.“ Jeder habe jetzt die Chance, etwas anders oder besser zu machen.

Ein Schützenfest wird es in diesem Jahr nicht geben. Für die Organisation bleibt zu wenig Zeit. Aber es gebe genügend Anlässe etwas gemeinsam anzupacken, so Bollmann. Über Vorschläge würde sich der Vorstand freuen. Wären sie doch ein Zeichen, dass mitgedacht werde. - bä

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