Gemeinderat Frankenfeld stimmt Konzept zur Erhaltung der Lindenallee zu

Baumkataster beschlossen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Bosse - Der Rat der Gemeinde Frankenfeld hat am Mittwochabend einstimmig ein Konzept zur Erhaltung der Lindenallee in Bosse beschlossen.

Alexandra und Björn Gerlach vom Arbeitskreis Lindenallee hatten in der vorangegangenen Sitzung im September den zugrunde liegenden Konzeptentwurf vorgestellt. Diesen nahm der Rat zur Kenntnis und legte fest, dass die Gemeinde künftig für die Lindenallee sechs Punkte beachten soll: „1. Ein Baumkataster ist zu erstellen. 2. Der Baumbestand ist regelmäßig zu kontrollieren. 3. Nachpflanzungen erfolgen jeweils kurzfristig ausschließlich mit Winterlinden aus hiesigen Baumschulen. 4. Nachpflanzungen im Bereich an der Aller werden erst nach Abschluss der Deichbaumaßnahmen vorgenommen. 5. Bei allen Baumaßnahmen ist ein Baum- und Wurzelschutz zu beachten. 6. Es erfolgt eine fachgerechte Pflege des Bestandes und der Jungpflanzen.“

Mit der weiteren Beteiligung des Arbeitskreises Lindenallee bei der Maßnahmenplanung und -umsetzung soll das Engagement der Arbeitskreismitglieder honoriert werden.

Gemeindedirektor Cort-Brün Voige lobte das Konzept als „gutes Papier“. Der Rat habe sich umfangreich über das Thema ausgetauscht und überlegt, welche Kriterien aus dem Entwurf als Richtlinie dienen sollen. Die wesentlichen Punkte aus dem Konzept seien genannt.

Den Zuhörern gingen die sechs Punkte zum Teil nicht weit genug. Albert Blahusch vom Arbeitskreis sagte, dass Baumfällungen nur mit Zustimmung eines Gutachters durchgeführt werden sollten. Eine Frau wollte wissen, ob das Konzept als Grundlage eins zu eins gilt. Ratsherr Hans-Georg Meyer bezeichnete das Konzept als Richtschnur. Man wolle von Fall zu Fall entscheiden. Weder die Zuhörer noch der Rat hätten die Kompetenz, um alles bis ins letzte Detail festzulegen.

Ebenfalls einstimmig fassten die Politiker einen Grundsatzbeschluss zur Erstellung eines Baumkatasters in der Gemeinde Frankenfeld. Ratsfrau Daniela Kohn las die Drucksache vor. Es gehe um die Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf öffentlichen Flächen. Es sei nötig, alle Bäume im belaubten und unbelaubten Zustand einmal jährlich zu kontrollieren. In Frankenfeld soll mit den Hauptverbindungsstraßen in Bosse, Lindenallee (316 Bäume), Frankenfeld, Dorfstraße (143 Bäume), Hedern, Hederner Straße und Bruchweg (47 Bäume) sowie am Bahnhof (89 Bäume), 2016 begonnen werden. Außerdem seien die Bäume an den drei Dorfgemeinschaftshäusern in Hedern, Bosse und Frankenfeld sowie auf den Spielplätzen im ersten Schritt aufzunehmen.

Dreimal die Nummer 15

in der Hauptstraße

Die Baumdaten sollen in einer Excel-Liste erfasst und der Samtgemeinde übergeben werden. Außerdem sollen die Standortkoordinaten mittels des Geoinformations-Systems der Samtgemeinde erfasst und in das System eingespielt werden.

Die Erstaufnahme kostet etwa sieben Euro pro Baum, insgesamt für 2016 rund 4400 Euro. Mit Folgekosten von rund 2000 Euro für Ausästungsarbeiten oder Fällungen ist zu rechnen. Einigen Zuhörern war das zuviel Geld. Renate Rodewald sagte, dass die Einrichtung eines Ausschusses mit Ehrenamtlichen vielleicht sinnvoller gewesen sei. Voige antwortete, dass das eine gute Idee sei, die aber den gesetzlichen Vorgaben nicht genüge. Es gehe um die Haftung bei Schäden.

Außerdem regte sie an, über eine fortlaufende Nummerierung der Häuser nachzudenken. Das würde Rettungs- und Paketdiensten das Finden der Häuser erleichtern. Die markanten Löcher am Rand der Lindenallee müssten außerdem unbedingt mit Schotter oder einer groben Pflasterung beseitigt werden.

Voige gab bekannt, dass es die Hausnummer 15 in der Hauptstraße in Frankenfeld dreimal gebe. Im kommenden Jahr solle nun unter Einbindung der Eigentümer und Bewohner eine neue Regelung gefunden werden.

Außerdem würden in allen Buswartehäuschen Schilder angebracht, die das Plakatieren verbieten. Für Bekanntgaben sollen Schwarze Bretter zur Verfügung stehen.

sal

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