Keine Förderung für goldene Wasserhähne

Stadtsanierung Rethem: „Geht nur mit Privateigentümern“

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Stadtdirektor Cort-Brün Voige moderierte den Gesprächsabend mit den Grundeigentümern im gut besetzten Rethemer Burghof. Auch Mitglieder des Stadtrates nahmen an der Versammlung teil.

Rethem – „Stadtsanierung geht nur zusammen mit den Privateigentümern.“ Es war so etwas wie ein eindringlicher Appell, den Sanierungsberater Uwe Mußgnug am Mittwochabend an die Versammlung im Burghof richtete. Denn dort hatten sich auf Einladung der Stadt Grundeigentümer aus dem Sanierungs- und Fördergebiet im Zentrum versammelt.

Die Privateigentümer nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über Fördermöglichkeiten im Rahmen des Projekts (die VAZ berichtete ausführlich) informieren zu lassen. Dafür standen neben Stadtdirektor Cort-Brün Voige auch Dr. Simone Strohmeier vom Planungsbüro infraplan (Celle) sowie die Sanierungsberater Catharina Hagemann und Uwe Mußgnug von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Fördermöglichkeiten werden auch in der „Richtlinie über die Gewährung von Fördermitteln für die Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden im Sanierungsgebiet“ erläutert, die auf der Homepage www.rethem.de abgerufen werden kann.

Dr. Simone Strohmeier stellte Einzelheiten des Projektes vor.

Im von Voige moderierten Dialog mit den Privateigentümern wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass neue gestalterische Maßnahmen im Fördergebiet genehmigt werden müssen. Eine entsprechende gestalterische Richtlinie solle, so Stadtdirektor Voige, in den nächsten Wochen erstellt werden. Beraterin Hagemann: „Goldene Wasserhähne fördern wir jedenfalls nicht, eine Luxussanierung wird nicht unterstützt.“

„Wenn ich eine Ferienwohnung in meinem Haus einrichte, kann das gefördert werden?“, wollte eine Eigentümerin wissen. ,,Eher nicht“, meinte Berater Mußgnug. „Es sei denn, Sie richten ein ganzes Gebäude mit Ferienwohnungen ein.“ Dies müsse aber in jedem Einzelfall geprüft werden.

Können bei Bauvorhaben einheimische Unternehmen bevorzugt werden? Mußgnug: „Es müssen immer drei vergleichbare Kostenvoranschläge eingeholt werden. Gefördert wird der Unternehmer mit dem wirtschaftlichsten Angebot.“

In den Grundbüchern der im Sanierungsgebiet gelegenen Grundstücke wurden inzwischen Sanierungsvermerke eingetragen. Dies habe aber lediglich deklaratorischen Charakter. Der Vermerk belaste das Grundbuch nicht. Es werde lediglich kenntlich gemacht, dass das Grundstück im Sanierungsgebiet liege.

Am Ende der Versammlung appellierte Verwaltungschef Voige noch einmal an die Grundeigentümer: „Auch, wer sich nur mit dem Gedanken trägt, etwas zu machen, sollte sich melden. Einfach bei mir anrufen.“  fra

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