Vorsitzende und Stellvertreter der Samtgemeinde-CDU zur Kommunalwahl

„Es geht um Lebensqualität“

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Renate Rodewald, Ernst-Walter Vollmer und Britta Dietrich (v.l.).

Bosse - Was sich die Samtgemeinde-CDU für die Kommunalwahl am 11. September vorgenommen hat, stellten die Vorsitzende Renate Rodewald und ihre Stellvertreter Britta Dietrich sowie Ernst-Walter Vollmer in einem Gespräch in Bosse vor. „Es geht um die Lebensqualität in Rethem“, verdeutlichte Rodewald.

Ziel sei es grundsätzlich, die Menschen mitzunehmen, sagte die Vorsitzende. Bei den beiden Bustouren rechts und links der Aller sei sie im vergangenen Jahr mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Sie berichtete, dass sie darüber hinaus versucht habe, sich bei allen Vereinen in der Samtgemeinde Rethem vorzustellen. Etwa 70 habe sie erreicht.

Quasi fließend sei diese Kontaktaufnahme in die Kandidatensuche übergegangen, sagte Dietrich. Es sei gelungen, dass jeder Ort der Samtgemeinde und jeder Ortsteil der Stadt vertreten sei, erklärte Rodewald. Sie habe das Gefühl, dass die CDU weiblicher werde. „Es gibt mehr Interesse, sich in die Politik einzubringen.“ Dazu komme, dass die 15 Kandidaten aus allen Altersgruppen kämen. „Es ist eine Vielfalt entstanden.“ Die reiche von der 29-jährigen Frau bis zum 66-Jährigen. Und jeder bringe seine Meinung ein, sagte Vollmer. Nur alte Hasen oder nur junge Bewerber seien nicht ideal. Dietrich sagte, dass die Leute angesprochen werden wollen. „Viele machen sich Gedanken und wollen wissen, wie Kommunalpolitik funktioniert.“

Der nächste Schritt nach einem ersten Kennenlerntreffen in lockerer Runde sei nun, sich mit Themen zu befassen. „Das Oberziel lautet: Wir Menschen wollen zum Wohle der Menschen etwas bewegen“, erklärte Rodewald. Die Gruppe solle zusammenwachsen. „Es ist wichtig, dass niemand das Gefühl hat, Einzelkämpfer zu sein.“ Jeder habe die Möglichkeit, sich einzubringen, so Dietrich.

Ein wichtiges Thema sei die älter werdende Gesellschaft, sagte Vollmer. Er wies darauf hin, dass es in Zukunft immer schwieriger werden würde, Hausärzte für Praxen in ländlichen Gebieten zu finden. „Wir müssen rechtzeitig neue Ärzte durch eine entsprechende Infrastruktur unterstützen.“ Viele Mediziner gingen lieber ins Krankenhaus als sich mit Budgetierung und Bürokratie zu beschäftigen. Das Thema ziehe sich allerdings durch den gesamten Gesundheitsbereich. Rodewald fuhr fort, dass die Samtgemeinde momentan sehr gut versorgt sei. Wünschenswert sei allerdings eine Tagespflege für Senioren. „Das ist eine Marktlücke hier in Rethem.“

Beim Thema Wirtschaftsförderung wolle die CDU sich dafür einsetzen, eine Gewerbesteuersenkung in angemessenem Maße zu erreichen, sagte Rodewald. Die Wirkung wäre positiv für bereits angesiedelte wie auch für neue Betriebe.

Vollmer sprach das Thema Wohlstand durch Digitalisierung an. Wer nach Bauland frage, wolle neben dem Preis meist nur wissen, wie schnell das Internet ist.

Schließlich ging Rodewald noch auf kommunale Strukturen ein. „Die Frage ist, wie lange können wir noch eine Samtgemeinde bleiben?“ Wichtig sei, das Thema nicht aus den Augen zu verlieren.

In der Samtgemeinde gebe es zudem eine Vielfalt an landwirtschaftlichen Betrieben. Vielen Menschen sei nicht bewusst, dass diese die Landschaft als Kulturlandschaft pflegten. „Die neue Naturschutzverordnung wird Einschnitte mit sich bringen“, zeigte sie sich sicher. Dietrich und Vollmer nannten Stichworte wie das Baden in der Aller, Rad fahren oder Angeln. „Das Ganze ist eine Einschränkung der Lebensqualität“, so Vollmer.

Zu den Plänen für den Fährsee sagte Rodewald, dass es darauf ankomme, die Bürger, die Bedenken hätten, zum Beispiel hinsichtlich des zunehmenden Verkehrs, mitzunehmen. „Für die Samtgemeinde wäre das eine absolut große Chance. Aber man darf Ängste nicht abtun.“

sal

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