Inhaberwechsel beim Rethemer Anrufsammeltaxi (AST) / Pilotprojekt soll digitalisiert werden

Für die Zukunft viel vorgenommen

Thomas Kohlmeyer, Cort-Brün Voige, Tina Rathing, Lothar Helms und Henning Rohde beim offiziellen Inhaberwechsel. Hinter ihnen steht ein Auto von Rathing, das Fahrten in der Samtgemeinde Rethem übernehmen wird.
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Thomas Kohlmeyer, Cort-Brün Voige, Tina Rathing, Lothar Helms und Henning Rohde beim offiziellen Inhaberwechsel. Hinter ihnen steht ein Auto von Rathing, das Fahrten in der Samtgemeinde Rethem übernehmen wird.

Rethem – Alle Beteiligten sind sich einig: Seitdem das Rethemer Anrufsammeltaxi (AST) als Pilotprojekt vor gut zwei Jahren in der Samtgemeinde startete, stellt es einen ungemeinen Mehrwert für alle Bürger dar. „Die Fahrzeuge fahren wirklich nur dann, wenn Bedarf ist, also gibt es keinerlei Leerfahrten, außerdem ist der Transport sehr zuverlässig sowie kostengünstig“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige bei einem Pressegespräch im Burghof in Rethem. Noch ist die Pilot-Phase zwar gar nicht vorbei, trotzdem steht jetzt für das Projekt ein erster Inhaberwechsel an: Denn der bisherige Betreiber, Lothar Helms, geht in den Ruhestand.

Übergeben wird das AST und die dafür bereits vorhandenen Fahrzeuge an Tina Rahting. Die junge Einzelunternehmerin besitzt bereits seit vier Jahren ein Mietwagenunternehmen in Uelzen und freue sich auf die nun anstehenden Aufgaben in der Samtgemeinde. „Ich bin über einen Newsletter darauf aufmerksam geworden, dass hier ein neuer Inhaber gesucht wird, und dachte mir: Da rufst du einfach mal an. Dann habe ich ein paar mal zusammen mit Herrn Helms über das Telefon gesprochen, kurze Zeit später haben wir uns getroffen und wurden uns sehr schnell einig“, schildert Rahting.

„Das mit dem Übergang hat wirklich gut und nahtlos geklappt“, lobt Cort-Brün Voige. Henning Rohde, Geschäftsführer der Verdener Verkehrsgesellschaft, pflichtet dem Samtgemeindebürgermeister bei und ergänzt: „Der Kunde darf sich getrost auf das neue Unternehmen verlassen. Das AST wird weiterhin eine Ergänzung zum Linienverkehr darstellen und es gibt quasi keinerlei Veränderungen durch den Betreiberwechsel. Es bleibt bei denselben Fahrzeiten, Strecken, Preisen und sogar bei derselben Rufnummer.“

Wie zu Beginn des Pilotprojekts geplant, soll es noch ein weiteres Jahr, also bis 2021 laufen. „Irgendwann im ersten Quartal wollen wir dann in dieser Runde nochmal zusammenkommen und in enger Absprache mit dem Betreiber entscheiden, wie es mit dem AST weitergeht. Dabei wird es auch um die Anregungen, die gemacht wurden, sowie um mögliche Veränderungen und Anpassungen gehen“, so Voige.

Bis dahin würde sich aber das AST noch eine ganze Ecke weiterentwickeln, stellen Rahting und ihr Mann, Dierecks Skalickx, der zugleich Social-Media-Manager ist, in Aussicht. „Wir planen, das Unternehmen zu digitalisieren und noch mehr Werbung dafür zu machen, gerade in den Sozialen Medien, um auch junge Leute zu erreichen“, schildert Skalickx. Er sei dafür zuständig, Inhalte wie Text-Posts und Bilder für beispielsweise Facebook, YouTube und ähnliche Seiten zu erstellen und zu planen. „Wir wollen auch professionelle Videos produzieren.“ Kosten würden dadurch keine entstehen, da die im Hauseproduziert würden. „Schon jetzt erreichen wir Tausende von Leuten im Internet. Unsere vor Kurzem erstellte Facebook-Seite für das AST hat zwar erst zehn Follower, aber das werden mehr“, erklärt Skalickx. Neben dieser Digitalisierung wolle Rahting das Mietwagenunternehmen auch weiter spezialisieren. „Nämlich auf den Transport von Kranken und Rollstuhlfahrern.“ Zu diesem Zweck habe sie bereits ein weiteres Fahrzeug angeschafft, einen Neunsitzer mit Rampe für Fahrgäste auf Rädern.

Ein ganz großes Lob sprechen sowohl Voige, Thomas Kohlmeyer, der Zuständige für Personalverkehr im Heidekreis, als auch Rohde für den bisherigen Betreiber des AST, Lothar Helms, aus. „Das ist wirklich eine große Leistung, in welchem Maße und wie zuverlässig sie das Projekt gemanaget haben“, erkennt Voige Helms an. „Sie kennen ihre Fahrgäste ganz genau und wir konnten dank ihnen innerhalb dieser ersten zwei Jahre eine ganze Menge Erfahrungen sammeln“, pflichtet Rohde ihm bei.

Ebenfalls positiv stellen die Anwesenden fest, dass die Frequentierung des Angebots im Lauf der Zeit immer mehr verbessert hat. „Der Besetzungsgrad des Fahrzeugs ist entscheidend. Je höher der ist, desto wirtschaftlicher wirds“, berichtet Rohde. Aktuell liege der bei 1,1 Personen. Trotzdem starte die Samtgemeinde zum Inhaber wechsel eine Werbeoffensive mit neuen Plakaten. „Auf denen steht noch einmal alles Wichtige drauf, was aber auch im Internet gefunden werden kann“, erklärt Voige. Die Aktion sei aber trotzdem wichtig, gerade vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Krise: „Wir merken bereits jetzt, dass das Mobilitätsverhalten ein anderes ist. Aber es darf nicht passieren, dass die Leute dem öffentlichen Personalverkehr den Rücken kehren“, so Kohlmeyer abschließend.

Weitere Informationen

gibt es auf Facebook unter www.facebook.com/MietwagenHelms.

Von Lisa Hustedt

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