Betreiber der Minigolfanlage freut sich auf Besucher / Hygienekonzept steht

Freizeitspaß ohne Ansteckungsangst

Stammgast Martin Kowalsky kommt gerne vorbei, genießt die schöne Umgebung und spielt zur Entspannung ein paar Runden.  
Fotos: Raczkowski
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Stammgast Martin Kowalsky kommt gerne vorbei, genießt die schöne Umgebung und spielt zur Entspannung ein paar Runden. Fotos: Raczkowski

Rethem – Ein paar Schläge, etwas Bewegung, ein paar Erfolgserlebnisse. Die Sonne scheint, eine leichte Brise weht von der Aller her, die Blätter rauschen im Wind. Jetzt eine kalte Cola, vielleicht eine Portion knuspriger Pommes – so lässt es sich gut leben. Gerade in Corona-Zeiten macht ein Besuch auf der Minigolfanlage in Rethem Spaß, denn hier lässt sich die Anspannung der vergangenen Wochen fast vergessen.

Langsam, ganz langsam läuft der Betrieb wieder an. Erst kommen die Stammgäste auf die Minigolfanlage, dann klingelt ab und zu mal das Telefon. „Die Leute wollen wissen, ob wir wieder geöffnet haben“, sagt Gerhard Heitmann. Der 67-Jährige ist etwas angespannt. Schon seit dem 11. Mai hat die Anlage, die idyllisch mitten im Londypark liegt, wieder geöffnet. Aber so richtig brummt das Geschäft noch nicht.

Die Zeit der coronabedingten Schließung hat Heitmann genutzt, um die Anlage zu pflegen. „Das mache ich zwar jedes Jahr, aber diesmal hatte ich richtig viel Zeit dazu.“ Und das sieht man dem Platz auch an: Das Gelände und die Stationen sind top in Schuss, es gibt keine Stolperfallen – alles macht einen guten Eindruck.

Doch es fehlen die Tagestouristen und Ausflügler. „Die Leute machen zwar schon wieder Radtouren“, hat Heitmann beobachtet. „Aber sie ziehen ihre Tour durch, kehren nirgendwo ein, vielleicht haben sie Sorge, sich dabei anzustecken“, befürchtet Heitmann. Dabei ist er gut vorbereitet. Das Hygienekonzept steht, er kennt alle Verordnungen und setzt sie auch konsequent um.

„Vielleicht denken die Leute auch, es sei stressig, sich an die ganzen Regeln zu halten.“ Dabei seien die Auflagen für Besucher übersichtlich: Alle Gäste müssen vor Eintritt ihre Kontaktdaten aufschreiben, dann kann es – mit frisch desinfizierten Schlägern – auch schon auf den Platz gehen. Dort ist das Tragen einer Maske nicht vorgeschrieben, denn der Platz ist groß und Abstand halten kein Problem. Darauf legt Heitmann allerdings Wert: „Aber das war schon vor Corona der Fall.“ Denn gerade ungeübte Golfer und Kinder könnten sich mit den Schlägern leicht gegenseitig verletzen.

Heitmann, der die Anlage seit 2015 von der Stadt gepachtet hat, bewirtet seine Gäste unter Einhaltung aller Regeln auch wieder. Die Besucher müssen zwar Abstand zueinander halten, doch ansonsten können sie ihren Kaffee, ihr Kaltgetränk oder ihre kleinen Mahlzeiten wie gewohnt genießen.

Allerdings muss niemand glauben, dass er einen Freifahrtschein auf der Anlage hat: „Ich habe auch schon Leute weggeschickt, wenn die sich nicht an die Regeln halten wollten“, so Heitmann. Wer sich weigert, seine Kontaktdaten zu hinterlassen, kommt nicht rein. „Und neulich wollte eine große Gruppe mit vielen Kindern aus verschiedenen Haushalten zu Besuch kommen. Das musste ich leider auch ablehnen“, so Heitmann. Was die Leute woanders machten, sei ihm egal, Auf seiner Anlage gelten aber die jeweils aktuellen Regeln. Das bedeutet: „Im Moment dürfen Gruppen aus zwei Haushalten mit maximal zehn Personen gemeinsam herkommen.“ Geschäfte machen sei zwar gut und schön: „Aber nicht um jeden Preis, Sicherheit geht vor.“

Ein paar Meter weiter, an Station 9, macht Martin Kowalsky gerade ein paar Schläge. Er liebt es, sich beim Minigolf ein wenig zu entspannen. „Das stimmt schon, der Gerd ist recht streng, wenn es um die Regeln geht“, sagt der Stammgast. „Aber ich finde das richtig. Es ist ja schließlich sein Betrieb, er ist verantwortlich und alle sollen sich sicher fühlen.“

Kowalsky lebt schon einige Jahre in der Gegend, die Minigolf-Anlage hat er aber erst vor einiger Zeit für sich entdeckt. „Es ist toll, dass wir in Rethem so etwas haben“, sagt er. Auch er würde sich freuen, wenn der Betrieb jetzt langsam wieder richtig in Schwung kommen würde. „Normalerweise wäre es an Tagen wie diesen deutlich voller“, weiß er.  rei

Die Minigolfanlage

im Rethemer Londypark ist täglich, außer dienstags, von 11 bis 18 Uhr, geöffnet.

Jeder Schläger wird vom Chef der Anlage, Gerhard Heitmann, gründlich desinfiziert.

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