Konferenz mit Betreibern / Safari und Affen-Welt in Hodenhagen starten / „Inzidenzwerte müssen stimmen“

Freizeitparks dürfen ab Montag öffnen

Noch ist der Serengeti-Park in der Winterpause. Das Bild wird sich aber am Montag ändern.
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Noch ist der Serengeti-Park in der Winterpause. Das Bild wird sich aber am Montag ändern.

Heidekreis – „Wir haben jetzt gerade das Go bekommen“, freute sich gestern Nachmittag Fabrizio Sepe, Leiter des Serengeti-Parks in Hodenhagen. Er habe über den Landrat die gute Nachricht erhalten, dass er am Montag öffnen darf. Die Erlaubnis gelte für die Safari und die Affen-Welt, also die junge Safari mit 200 Affen aus 20 verschiedenen Arten. „Und wir dürfen auch die Busse betreiben mit den Hygienekonzepten und den Abstandsregeln, die bekannt sind.

Bedeutender Wirtschaftsfaktor

Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks Walsrode, geht davon aus, dass der Park, wie geplant, am 20. März in die Saison starten kann. „Wenn die Zahlen bei uns so bleiben wie im Augenblick, reicht unser ausgefeiltes Hygieneprogramm, weil sich unsere Besucherinnen und Besucher im Freien bewegen.“

Für die Hotellerie und Gastronomie bedauert Reimer Eisenberg vom Hotel Anders in Walsrode, dass die Gastronomie weiter geschlossen bleibt. Das sei für ihn und für die Berufsgruppe einfach „unfassbar“.

„Wir können die Menschen doch nicht mehr einsperren“, hatte Landrat Manfred Ostermann noch vor Bekanntwerden der Entscheidung gesagt. Er wollte aus gut informierter Quelle erfahren haben, dass möglicherweise die Entscheidung, ob ein Freizeitpark geöffnet werden dürfe oder nicht, auf die Landkreise übertragen werden solle. „Die Inzidenzzahlen müssen stimmen, dann geht viel. Und wenn sie wieder steigen, würden die Einrichtungen auch sofort wieder geschlossen werden müssen.“

Ostermann ringt um die Parks, die ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für den Heidekreis sind. Er kündigte ein Gespräch für Mittwoch, 10. März, mit den Freizeitparks des Heidekreises und der Polizei an. „Wir werden vor allem darüber sprechen, welches Konzept wir für die Zeit nach Ostern dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium anbieten können.“ Der ständige Gedankenaustausch mit den Freizeitparks sei ihm sehr wichtig, betonte der Landrat.

Sebastian Zinke hatte mittags per E-Mail aus der neuen Verordnung aus Hannover zitiert. Danach sei der Betrieb eines Zoos unter folgenden Bedingungen zulässig: „Die Betreiberin oder der Betreiber hat sicherzustellen, dass die Besucherinnen und Besucher das Abstandsgebot einhalten.“ Er sei darüber hinaus verpflichtet, Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzepts treffen; der Zutritt zu einer Einrichtung sei nur nach vorheriger Terminvereinbarung zulässig.

Die auf dem Gelände der Einrichtung gelegenen Verkaufsstellen, ausgenommen Außer-Haus-Verkauf, müssten geschlossen bleiben. Toilettenanlagen dürften geöffnet sein. Der SPD-Landtagsabgeordnete: „Damit können die Tierparks im Heidekreis, also der Serengeti-Park und der Vogelpark, unter den dort aufgeführten Bedingungen öffnen.“

„Ich finde, das ist ein erstes vorsichtiges, gutes Signal für die betroffenen Parks und damit für die Tourismusregion Heidekreis“, zeigte sich Zinke erfreut. Für weitere Lockerungen und die erwarteten Öffnungen für Gastronomie, Hotels und die Freizeitparks müssten die Inzidenzwerte landesweit weiter sinken und stabil niedrig bleiben. „Wir alle sind weiterhin aufgefordert, vorsichtig zu bleiben.“

Die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper begrüßte es ebenfalls sehr, dass die Parks wieder öffnen können. Natürlich seien die Hygieneregeln weiterhin einzuhalten, denn niemand wolle wieder einen Schritt zurück machen. Ausschlaggebend seien und blieben die Inzidenzen. „Unser Heidekreis ist auf einem guten Weg und den dürfen wir nicht mit undiszipliniertem Verhalten gefährden. Schaffen wir es, dass unsere Inzidenzen stabil bleiben, dann können ab dem 22. März auch unsere gastronomischen Betriebe zumindest im Außenbereich öffnen.“ Das sollte das Ziel sein. Der Landkreis lebe vom Tourismus, den Parks und den Gastronomiebetrieben, von vielen mittelständischen Betrieben und dem lebendigen Handwerk. Insofern sei jeder Schritt zur Öffnung ein Schritt zur Normalität. Und zur Sicherung aller Arbeitsplätze.  mü

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