Spektakel rund um den Burghof

„Freie Wilde“: Mittelalter am Allerufer

+
Franziska Dally alias Hera en Fabulan mit zwei Mitgliedern ihres Teams von den „Freien Wilden.“

Rethem - Die „Freien Wilden“ und andere Mittelalter- und Fantasiegruppen haben am Wochenende wieder das Allerufer rund um den Burghof in Beschlag genommen. In zehn Lagern gab es altes Handwerk, Schwertkämpfe und mittelalterliche Musik zu bestaunen. „In Rethem sind wir besonders gern“, sagt Franziska Dally von Liberi Effera, die das bunte Treiben zusammen mit Dirk Bolm vom Verein Kijuku organisiert hat.

„In unseren Gruppen können wir den grauen Alltag mal für einige Stunden vergessen und in eine ganz andere Welt eintauchen“, sagt Hera en Fabulan alias Franziska Dally. „Hier läuft alles ganz, ganz langsam, ohne Hektik.“ Morgens ohne das Klingeln des Weckers aufwachen, dann Feuer anmachen, Wasser kochen, Kaffee trinken und das alles vor der malerischen Kulisse des Burghofes an Aller und Londypark: „Da kann man richtig abschalten.“ Ein großer Dank gelte daher dem Rethemer Burghofverein, der diese Veranstaltungen ermögliche.

Abschalten – das gilt auch für die meisten Smartphones im Lager. Für Notfälle sei man natürlich dankbar, die Handys zu haben. Manchmal gibt es halt Verletzungen, zum Beispiel Verbrennungen, dann ist schnelle Hilfe gefragt. Arzt und Sanitäter haben die „Freien Wilden“ für solche Fälle in den eigenen Reihen, übrigens auch Polizist, Versicherungskaufmann, Klempner, Hufschmied oder Redakteurin, um nur einige der Berufe zu nennen, die von den Mittelalter-Freunden im realen Leben ausgeübt werden.

So geht das: Riemenschneider Ivo alias Ingo Barz demonstriert die alte Handwerkstechnik.

Auch ganze Familien, von den Enkeln bis zu den Großeltern, sind bei Liberi Effera dabei. Eventuell auftretende familiäre Probleme sind eher bedeutungslos: „Das wird dann abends am Lagerfeuer in aller Ruhe ausdiskutiert“, weiß Franziska Dally. Die Familienfreundlichkeit zeigte sich im Programm des Wochenendes, das vom Wikingerkegeln bis zum Ritterturnier einiges für ganz junge Besucher zu bieten hatte.

Für Musik sorgten „Narrenmond“ (Samstag) und „Not und Elend“ (Sonntag), Gaukler und Fantasiewesen wie Elfen, Kobolde oder Orks. Und wer wollte, der konnte sich von Leuten wie Ivo dem Riemenschneider mittelalterliche Handwerkstechnik vorführen lassen. Ivo, der mit bürgerlichem Namen Ingo Barz heißt, schneidet die Riemen aus pflanzlich gegerbten und gefärbten Kuhhäuten: „Je reicher der Ritter, je länger der Gürtel, so war das damals im Mittelalter.“ 

fra

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Artistisches Abschlusstraining

Artistisches Abschlusstraining

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Erneuter Rückschlag für BVB - Leipzig siegt weiter

Erneuter Rückschlag für BVB - Leipzig siegt weiter

Cimic Übung „Joint Cooperation 2017“ in Barme

Cimic Übung „Joint Cooperation 2017“ in Barme

Meistgelesene Artikel

A-cappella-Ensemble Sub5 gastiert erstmals im Burghof Rethem

A-cappella-Ensemble Sub5 gastiert erstmals im Burghof Rethem

A27 für Brückenabriss vorübergehend voll gesperrt

A27 für Brückenabriss vorübergehend voll gesperrt

Nach Zusammenprall vor Rutsche: Kind von Intensivstation entlassen

Nach Zusammenprall vor Rutsche: Kind von Intensivstation entlassen

Neuer Lotto-Millionär lebt im Heidekreis

Neuer Lotto-Millionär lebt im Heidekreis

Kommentare