Geschäftsführerin hört auf

Mitgliederversammlung des Burghofvereins - Frank Leverenz gibt Vorsitz ab

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Die Geehrten (v.l.): Albrecht Hogrefe, Gudrun Fischer-Santelmann und Marika Iversen-Daube. Es fehlt Uwe Becker.

Rethem – Mit Spannung erwarteten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung des Burghofvereins die Ausführungen zum Tagesordnungspunkt „Neue Ausrichtung“. Was der erste Vorsitzende Frank Leverenz erzählte, dürfte zunächst als Diskussionsgrundlage dienen. Ihm schwebt vor, dass der Burghofverein weiterhin für alle kulturellen Veranstaltungen verantwortlich ist, dass aber alle betrieblichen Aufgaben sowie Vermietung und Verpachtung durch die Stadt beziehungsweise Verwaltung geleistet werden. Unter diesen Voraussetzungen könnte der Verein die Gemeinnützigkeit beantragen und bräuchte keinen Geschäftsführer.

Dieses Amt hat derzeit Ricarda Meyn inne, wird es jedoch zum 30. Juni niederlegen. Auch Frank Leverenz will dann aufhören. „In den vergangenen Monaten habe ich immer häufiger festgestellt, dass ich aufgrund der Personalunion zwischen Bürgermeisteramt und Vorsitz auf Konflikte stoße, die es mir nicht mehr ermöglichen, dieses Amt auszuführen.“

Als erfreulich bezeichnete Leverenz die Tatsache, dass zurzeit etwa 100 Personen bereit seien, sich ehrenamtlich zu engagieren, wenn es um die Belange des Burghofes und des gleichnamigen Vereins gehe.

Der Vorsitzende dankte besonders den Landfrauen für ihren sonntäglichen Einsatz im Café und den Mitgliedern des „Grünen Rethems“ für das Auffrischen des Ortsbildes. Außerdem lobte er den Kulturbereich und hier besonders Gudrun Fischer-Santelmann. Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der Burghof mit seinen interessanten, gut besuchten Veranstaltungen über die Grenzen der Allerstadt hinaus bekannt geworden sei. „Wir sind angekommen“, freute sich Leverenz, „die Akzeptanz kann sich sehenlassen.“ Das gelte nicht unbedingt für die Rethemer, denn bei Veranstaltungen komme eine große Zahl der Gäste von auswärts.

Beim Rückblick hob der Vorsitzende zwei Dinge hervor: Der jahrelange Kampf mit der Heizung scheine beendet. Der Burghof sei an das Nahwärmesystem Oestmann angeschlossen worden. Der ehemalige Geschäftsführer Albrecht Hogrefe will dafür sorgen, dass künftig alles klappt.

Frank Leverenz gibt zum 30. Juni den Vorsitz ab. 

Ärger verursache nach wie vor die Auslegung des Lärmschutzgesetzes, erfuhren die Mitglieder. „Da sind wir machtlos“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige. Es sei vertraglich vorgesehen, dass Veranstaltungen nach 22 Uhr nicht mehr als 40 Dezibel laut sein dürfen. „Wer will hier schon Hochzeit oder ein Jubiläum feiern, wenn zwar nicht um 22 Uhr die Lichter ausgehen, man aber doch nicht mehr richtig feiern kann? Gegenüber dem Vorjahr sind dem Burghofverein durch Rückgang bei der Vermietung mehr als 6 000 Euro entgangen.“ Die Ausgaben seien im Vergleich zu 2017 zwar niedriger, dafür hätten Einnahmen gefehlt.

Abschließend gab es Blumen und Präsente für die besonders engagierten Mitglieder Marika Iversen-Daube (Grünes Rethem), Gudrun Fischer-Santelmann (Kulturkoordinatorin), Albrecht Hogrefe (Heizsystem) und vor allem Hausmeister Uwe Becker, „ohne den hier überhaupt nichts liefe“, so Leverenz. Anschließend waren alle zu einem Imbiss am kalten Buffet eingeladen.  bä

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