Projekt „Wiedernutzung des ortsbildprägenden Ratskellers in Rethem“

Fördermittel fließen für Machbarkeitsstudie

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Der ehemalige Ratskeller in Rethems Innenstadt. Nun soll geprüft werden, was aus dem Gebäude gemacht werden kann.

Rethem - „Wir werden von allen Seiten gefördert“, freute sich Egra-Geschäftsführer Dieter Moll im Pressegespräch über das Projekt „Wiedernutzung des ortsbildprägenden Ratskellers in Rethem“. Das Thema sei zwar momentan nicht in der Öffentlichkeit präsent, werde aber nicht vergessen. „Wir sind abhängig von den Fördermitteln.“ Sie bräuchten Zeit, sich darum zu kümmern.

Auf der jüngsten LAG-Sitzung Mitte Juni war die Leader-Förderung für eine Machbarkeitsstudie in Höhe von fast 35.000 Euro beschlossen worden. Darüber hinaus steuern der Heidekreis 3000 Euro, die Stadt Rethem 2700 Euro, die Kreissparkasse Walsrode 3000 Euro bei, und auch die Volksbank habe signalisiert, sich beteiligen zu wollen, sagte Moll. Die Egra selbst trage Eigenmittel in Höhe von mehr als 10.000 Euro bei.

Die Machbarkeitsstudie werde aus einem baulichen und aus einem betriebswirtschaftlichen Teil bestehen und solle noch in diesem Jahr in Auftrag gegeben werden. Geprüft werden soll darin unter anderem, welche Teile des Gebäudes erhalten bleiben können und ob eventuell ein Rückbau an der Langen Straße in Frage komme.

Die Egra hatte den Ratskeller im September 2014 erworben. Eine Problemanalyse hatte zwei Bereiche aufgezeigt, mit denen sich die Egra bei dem Vorhaben auseinandersetzen muss: die hohen Sanierungskosten und die Gewähr einer nachhaltigen, von Bürgern und Gästen getragenen Nutzung.

Sechs schriftliche Interessensbekundungen

Moll berichtete, dass er inzwischen sechs schriftliche Interessensbekundungen von potenziellen Betreibern vorliegen habe. Vier wollten ein Fahrradhotel und zwei ein Bistro eröffnen. „Vom Bauchgefühl her würde ich sagen, dass ein Fahrradhotel der Renner wird.“ Aber auch ein Bistro fehle. Er wisse, dass der Burghof künftig Veranstaltungsort für Seminare werden soll. Das wäre auch für ein neues Hotel günstig. „Am unsichersten bin ich, was den Markt für regionale Produkte angeht.“ Das Ganze müsse näher betrachtet werden. Moll hoffe auf einen Baubeginn im Frühjahr 2017.

Ziele seien die Attraktivität der Innenstadt Rethems und die Schaffung von Arbeitsplätzen. „Bei der Amortisation müssen wir nicht mit den üblichen zehn Jahren rechnen“, wies Moll noch einmal darauf hin, dass die Egra nicht gewinnorientiert arbeite. Gewinne würden in die Unterhaltung des Ratskellers reinvestiert, weitere Überschüsse flössen in neue Weiterentwicklungsprojekte.

Wichtig seien Analysen und Konzepte, betonte Moll. Von Bedeutung sei zum Beispiel, ob die Innenstadt im Rahmen eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ein Sanierungsgebiet werde. „Da versprechen wir uns für die Finanzierung des Ratskellers etwas.“

Bei der Sanierung des ehemaligen Toschigelände werde derzeit die zweite Phase vorbereitet, erläuterte Moll. Ein Berliner Büro sei beauftragt worden, bei der europaweiten Ausschreibung zu helfen. 15 Interessenten hätten sich gemeldet. Ein konkretes Angebot hätten schließlich drei abgegeben.

sal

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