Finissage in Wohlendorf / Endgültig Schluss?

Am Ende über 300 Besucher

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Anne Trebilcock (3. v. r.) bei ihrer letzten Amtshandlung als Koordinatorin der Kulturgruppe mit Künstlern und Helfern.

Wohlendorf - Nach dem Streit mit dem Deichverband (die VAZ berichtete ausführlich) war das Ende schon absehbar: Die zehnte Ausstellung von „Kunst auf dem Deich“ würde vermutlich die letzte sein, hieß es. Aber dann sollte es wenigstens noch eine richtig schöne Ausstellung zum runden Geburtstag geben.

Dieser Wunsch ging in Erfüllung: Am Ende kamen über 300 Besucher in die Dörpschün, um sich die Arbeiten der zehn Künstler anzusehen. Aber in Zukunft könnten Kunst und Kultur in Wohlendorf so daniederliegen wie die Skulptur von Barbara Steinmeyer am Eingang der Dörpschün. Denn die für Veranstaltungen zuständige Kulturgruppe des Vereins WoDoHo hat sich aufgelöst. Koordinatorin Anne Trebilcock hatte bei ihrer kurzen Dankesrede an Künstler und freiwillige Helfer bei der Finissage am Sonntagnachmittag ihre letzte Amtshandlung.

Auf Anfrage der VAZ sagten die Organisatoren, dass es vor allem die Art und Weise der Auseinandersetzung mit dem Deichverband gewesen sei, die letztlich zur Auflösung geführt habe. Anne Trebilcock: „Die Verärgerung sitzt sehr tief. Vor allem, weil man nicht mal mit uns sprechen wollte.“

Wie es weitergeht, ist ungewiss. Auch das von Dieter Moll zum Einsatz gebrachte „Deichkunstmobil“, mit dem er die Skulptur „Kniefall vor dem Deichgrafen“ zur Eröffnung der Veranstaltung an den Deich gefahren hatte, ist natürlich keine Dauerlösung.

Der neue Vorstand des Dorfvereins von Wohlendorf, Donnerhorst und Horst (WoDoHo) wird sich nun Gedanken darüber machen, wie Veranstaltungen dieser Art auch künftig an oder um die Dörpschün durchgeführt werden könnten. Zur neuen WoDoHo-Vorsitzenden wurde Susanne Eicher gewählt.

Etwas Hoffnung für weitere Kunstausstellungen in dem Aller-Dorf gibt es jedenfalls. Dieter Moll: „Bei der Finissage zeigten einige Kunstfreunde Interesse daran, vielleicht doch wieder etwas auf die Beine zu stellen.“

fra

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