Kosten der Rathaus-Sanierung

Finanzausschuss für Darlehen

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Stellte Kosten- und Finanzierungsplan für die Sanierung auf: Kämmerer Björn Fahrenholz.

Rethem - Auch der Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde Rethem hat sich auf seiner Sitzung am Donnerstagabend im Burghof mit vier gegen zwei Stimmen dafür ausgesprochen, die Kosten für die Sanierung des Rathauses über ein Darlehen zu finanzieren. Die erforderlichen Mittel sollen im Haushalt 2018 eingestellt werden.

Wie zuvor schon der Bauausschuss (die VAZ berichtete) folgten auch die Mitglieder des Finanzausschusses dem Vorschlag, die Sanierungskosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro über ein langfristiges Darlehen (Modell 1) zu finanzieren. Die Finanzierung über ein sogenanntes „sale-and-lease-back-Modell“ als Alternative (Modell 2) wurde dagegen mit Mehrheit verworfen. Hier wäre es zu einer Partnerschaft mit einem privaten Investor gekommen. Allerdings wäre das Vergabeverfahren sehr aufwendig und ein wirtschaftlicher Vorteil sei ebenfalls nicht zu erwarten.

Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige nannte noch andere Vorteile des Modells 1: Dafür spreche, dass es sicher zu kalkulieren sei und die Samtgemeinde während der gesamten Zeit „Herr des Verfahrens“ bleibe. Aufgrund von Marktbeobachtungen spreche für diese Maßnahme außerdem das derzeit günstige Zinsniveau bei kommunalen Investitionsdarlehen: 1,8 Prozent jährlich bei einer Laufzeit von 30 Jahren.

Sehr günstig Mittel beschaffen

So kann die Gemeinde zwar sehr günstig die erforderlichen Mittel beschaffen, das Bemühen um Zuschüsse war dagegen bisher erfolglos: Für den Zweck „Rathaussanierung“ seien von den diversen angefragten Stellen keine Mittel in Aussicht gestellt worden. Cort-Brün Voige: „Wir werden natürlich weiterhin versuchen, Fördermittel einzuwerben.“

Kämmerer Björn Fahrenholz hat zur Sanierung des Rathauses einen Kosten- und Finanzierungsplan aufgestellt, der auch Berechnungen zur jährlichen Belastung aus der Finanzierung erhält und Vor- und Nachteile der einzelnen Darlehensmöglichkeiten untersucht. Allerdings – so hieß es auf der Sitzung – könnten hinsichtlich der Folgekosten noch keine endgültigen Beträge genannt werden. Diese Beträge seien abhängig von der Art des aufzunehmenden Kredits sowie der Laufzeit und dem am Aufnahmetag gültigen Zinssatz.

Geht man von den jetzigen Bedingungen aus, sind in den Ergebnishaushalt 2018 rund 32.256 Euro Zinskosten und 332.000 Euro für das Ausweichquartier während des Umbaus einzuplanen. Einen endgültigen Beschluss zum Thema Finanzierung der Rathaus-Sanierung wird der Samtgemeinderat auf seiner nächsten Sitzung zu treffen haben.

fra

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