Fast drei Millionen Euro Förderung / Sanierung und Umbau einer Lagerhalle

Planung für die zweite Phase

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Die dreiteilige Lagerhalle, die saniert und umgebaut werden soll, in der Ansicht von Süden.

Rethem - Die Sanierung und Umnutzung von Lagerhallen auf dem ehemaligen Toschigelände wird mit bis zu 2998500 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) gefördert (wir berichteten). Zu den Plänen des Energie- und Gewerbeparks Rethem (Egra) äußerte sich gestern Geschäftsführer Dieter Moll.

Der umfangreiche Antrag sei 90 Seiten stark, so Moll. Da die Förderhöhe über 1,5 Millionen Euro liege, werde die Oberfinanzdirektion eingeschaltet. Diverse Unterlagen müssten dort vorgelegt werden. „Das Ganze ist sehr arbeitsintensiv“, so Moll. „Wir hoffen, dass wir in der ersten Hälfte 2016 ein positives Signal bekommen. Vorher können wir nicht anfangen.“

Die Arbeiten müssten europaweit ausgeschrieben werden. Es gelte, bestimmte Vergaberichtlinien zu beachten. Sie hätten deswegen unter anderem die Walsroder Bürgermeisterin Bärbel Spöring wegen ihrer Erfahrungen mit dem „A27-Park Walsrode“ in Schneeheide sowie ein Planungsbüro mit entsprechendem Background kontaktiert.

Die erste Projektphase, gefördert mit 780000 Euro, werde am 31. Dezember abgeschlossen, erzählte Moll. Die Entwässerung müsse noch gebaut werden, auch fehle noch ein Anstrich der Außenwände. Außerdem hätten sie sich entschieden, das Dach zu erneuern. Ausgangspunkt sei zu Beginn der Planung eine noch gut nutzbare, etwa 6000 Quadratmeter große Halle gewesen.

Die Pläne für die zweite Projektphase seien deutlich teurer. Die Bruttoinvestitionssumme betrage 4757620 Euro, das seien netto rund vier Millionen Euro. „Wir müssen 25 Prozent der Summe gegenfinanzieren“, sagte Moll. Eine Bank habe bereits ihre Zusage hierfür signalisiert. Der Bewilligungszeitraum für die Förderung sei drei Jahre.

Wichtigster Grund für die teurere zweite Projektphase sei, dass das Gebäude, um das es gehe, nicht mehr zu gebrauchen sei. Asbesthaltige Dächer und Verkleidungen müssten runter und bei den Dachausbildungen sei Styropor verwendet worden – ein Problem aus Brandschutzgründen. Der Kaufpreis habe sich am Zustand des 13000 Quadratmeter großen Gebäudes, einer dreiteiligen Lagerhalle, orientiert, sagte Moll. „Wir müssen größtenteils abreißen.“ Geplant seien vier Hallen mit einer Gewerbefläche von insgesamt 8000 bis 9000 Quadratmetern.

Ziel sei es, den gesamten nördlichen Teil des Geländes asbestfrei zu bekommen, zumindest die Oberflächen und Gebäude. Auch die Zaunpfähle würden dann entfernt. „Was unter dem Beton liegt, weiß ich allerdings nicht“, betonte Moll. Vor dem Spätsommer werde auf dem Gelände noch nichts zu sehen sein. Mitte 2019 müsse das Ganze fertig sein.

Es gebe bereits Interessenten für die Nutzung der neuen Hallen. Darauf basiere die Angabe der mittelfristig zu schaffenden 65 bis 80 Arbeitsplätze, berichtete der Egra-Geschäftsführer. Mehrheitlich handele es sich um dort angesiedelte Betriebe, die sich vergrößern wollten.

Moll betonte noch einmal, dass sie ein nicht-gewinnorientiertes Unternehmen seien. „Wir investieren alles wieder.“

sal

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