Bericht auf Ratssitzung sorgt für Kopfschütteln

Falsches Waschbecken in der Rethemer Arche angebracht

Außenansicht der Kindertagesstätte Rethemer Arche.
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Außenansicht der Kindertagesstätte Rethemer Arche.

Rethem – Nach langem Warten hat die Rethemer Arche endlich ein neues Waschbecken für ihre Krippengruppe erhalten. Allerdings mussten sowohl die Eltern als auch Betreuerinnen feststellen, dass es sich bei dem montierten Modell um das gänzlich falsche handelt. Das berichtete Stephanie Beutler, Vorsitzende des Elternbeirats und Mitglied des Rates der Samtgemeinde Rethem, auf der jüngsten Sitzung des Gremiums.

„Das, was die Rethemer Arche gebraucht hätte, wäre ein tiefes, rundes Becken gewesen, in das man auch mal ein Kind setzen kann, um es beispielsweise zu baden oder abzuduschen“, schilderte Beutler. Was stattdessen angebracht worden war, sähe mit seinem eckigen und flachen Design zwar schick aus, „ist aber am weitesten von dem entfernt, was sich die Betreuerinnen gewünscht haben. Das Ganze ist wirklich wahnsinning ärgerlich, gerade auch vor dem Hintergrund, dass das Becken während der Betriebszeiten der Kita montiert worden ist und das Badezimmer somit quasi in dieser Zeit nicht zugänglich gewesen ist“, so Beutler.

Im Rat sorgte ihr Bericht für Kopfschütteln und lautes Seufzen. Die Frage, wie das denn überhaupt passieren konnte, wurde laut. „Die Maßnahme wurde schon vor einigen Monaten vom Rathaus ausgeschrieben – ohne ein einziges Foto und eine einzige Nachfrage, was denn gebraucht wird“, antwortete die Vorsitzende. Mindestens genauso ärgerlich sei die Tatsache, dass die Leitungen, die für das neue Waschbecken installiert werden mussten, ebenfalls falsch verlegt wurden. „Zumindest wurde uns da zugesagt, dass die noch verkleidet werden“, ergänzte Beutler.

„Ich habe bereits mit dem Unternehmen, das mit der Montage beauftragt wurde, Kontakt aufgenommen. Wir schauen, wie sich das regeln lässt“, versicherte Kevin Grochotzky, Leiter des Fachbereichs II, sofort. Das Waschbecken werde auf jeden Fall ausgetauscht. „Doch ob wir Ansprüche darauf haben, das kostenlos erledigen zu lassen, kann ich jetzt noch nicht sagen“, so Grochotzky weiter, was ein frustriertes Murmeln bei den Ratsmitgliedern auslöste. Sie waren sich einig, dass das „ja wohl nicht anginge“. „Es wäre sehr ärgerlich, wenn man da nun doppelt zahlen müsste, da es noch so viele weitere Baustellen bei der Rethemer Arche gibt, für die wir das Geld brauchen könnten“, so die Vorsitzende des Elternbeirats.

Weiter berichtete Beutler, dass der Antrag für das neue Waschbecken bereits vor vier Jahren gestellt worden war. „Ich möchte aber betonen, dass die Verspätung der Maßnahme keineswegs die Schuld des Rates ist, sondern ein Verschulden der Verwaltung, die das Anliegen nie an die Abgeordneten weitergegeben hat.“ Umso mehr freue sie sich, so Beutler, dass Kevin Grochotzky, der seit drei Monaten für die Samtgemeinde arbeitet, bereits Kontakt zur Firma aufgenommen hat und bei der Sache am Ball ist. „Das gibt Hoffnung, dass wir doch noch bald zu einem neuen, passenden Waschbecken kommen.“

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