Fachfirma soll sich zum Sportplatz äußern

Bespielbarkeit des Rasens fraglich

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Die umstrittene Kante auf dem Sportplatz.

Rethem - Der sanierte Sportplatz erhitzt nach wie vor die Gemüter in Rethem. Es geht um die zehn bis zwölf Zentimeter hohe Kante zwischen Rasenfläche und Laufbahn sowie das sich dort stauende Wasser (wir berichteten). Inzwischen gab es diverse Gespräche, unter anderem zwischen der Verwaltung, der Schule und dem SV Viktoria Rethem.

Der Allgemeine Vertreter Harm-Dirk Hüppe erklärte, dass der Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUV) von einer „Einfassung von fünf Zentimetern Höhe“ rede. Das lege er als Mindestmaß aus. „Je größer die Stolperstelle, desto erkennbarer sei sie auch.“ Er werde aber versuchen, das noch genauer in Erfahrung zu bringen. „Wenn etwas passieren sollte, würde der GUV in der Regel dafür einstehen.“

Falsches Gefälle

der Laufbahn

Neu sei ein Problem mit der Rasenfläche. Bisher seien alle Beteiligten davon ausgegangen, dass sie in der Fußball-Rückrunde wieder genutzt werden kann. Es seien aber immer noch Lücken in der Platzmitte zu sehen. „Die Grasnarbe ist nicht so zusammengewachsen wie geplant.“ Mit einem unabhängigen Sportplatzbauer solle das weitere Vorgehen besprochen werden, erklärte Hüppe. Entweder müsse man die Ruhezeit nochmals verlängern, oder es würden andere Maßnahmen notwendig.

Nach Maßgaben des GUV gebe es mit der Fußballfläche keine Probleme. Nach der Linie solle ringsum ein Meter Platz sein. Das werde eingehalten. „Die tatsächliche Nutzung ist etwas anderes“, sagte Hüppe. Bei einem Anlauf von drei Metern müsse man über die Kante. „Das mussten die Fußballer vorher aber auch.“

Der SVV-Vorsitzende Wolfgang Leseberg fordert eine klare Aussage des GUV. Er verlasse sich auf die Interpretation der Verwaltung. Die sei dann im Schadensfall auch zuständig. Leseberg beklagte den Zustand des Rasens. „Es sind Löcher und gelbe Stellen drin ohne Ende.“ Im Gespräch mit der Fachfirma in der kommenden Woche werde besprochen, ob es etwas bringe, mit der Nutzung bis September zu warten. „Wenn nicht, spielen wir dort ab der Rückrunde wieder. Dann rennen sie rum und machen ihn ganz kaputt.“ Gewalzt werden müsse auf jeden Fall. Im Sommer müsse gegebenenfalls Rollrasen verlegt werden.

Bürgermeister Frank Leverenz zeigt sich enttäuscht vom sanierten Sportplatz. „Es ist nachvollziehbar, dass die Sportler unzufrieden sind.“ Das Ganze sei schade und unglücklich. Seiner Meinung nach sei die Höhendifferenz von zwölf Zentimetern nicht richtig. Aber letztlich gehe es nicht um eine Schuldzuweisung, wenn wirklich etwas passiere. Für die Sportler sieht Leverenz eine echte Gefahr.

Das Wasser laufe übrigens nach innen von der Tennenbahn, nicht, wie geplant, nach außen.

sal

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