Zwei Fohlen auf dem Pura-Vida-Hof / Leser können Namen vorschlagen

Der erste Alpaka-Nachwuchs in Kirchwahlingen

Mutterstolz: Stute Rica posiert mit ihrem Töchterchen (l.). Großmütig lassen die beiden das Alpaka-Hengstfohlen von Leyla auch mit aufs Foto. Für die beiden Jungtiere dürfen die Leser unserer Zeitung Namensvorschläge einreichen.

Kirchwahlingen - Der erste Nachwuchs auf dem Pura-Vida-Hof von Angela Meyer in Kirchwahlingen ist da. Dort kamen in der vergangenen Woche gleich zwei Alpaka-Fohlen zur Welt. Die erfahrene Stute Rica legte am 12. Juli vor und gebar, von allen zunächst unentdeckt, ihre Tochter. Drei Tage später brachte die noch junge Leyla ein Hengstfohlen zur Welt. Nun tummeln sich auf dem großzügigen Freigehege am Ortseingang insgesamt 18 Tiere.

„Für so ein kleines Dorf haben wir ganz schön viel zu bieten“, sagt Angela Meyer, während sie Kaffee einschenkt, und verweist auf die Kirche und das kleine bäuerliche Privatmuseum ihrer Nachbarin Dorothea Thimm. Gemeinsam mit Ehemann Jens-Uwe, Sohn Kristof und Tochter Janica macht die Heilpraktikerin Pause. Die Familie baut gemeinsam das Haupthaus zum Seminarraum samt Shop um. Da kommt Omas selbst gebackener Heidelbeerkuchen zur Stärkung gerade recht.

Während die Familie die kurze Unterbrechung von der Arbeit genießt, berichtet sie von ihren Plänen mit der alten Hofstelle und natürlich von den Alpakas, die nur wenige Meter von den Meyers entfernt friedlich grasen.

Auf Augenhöhe mit dem Alpaka: Angela Meyer ist Heilpraktikerin und nutzt die südamerikanische Kamel-Art bei der Arbeit mit Behinderten oder auch Demenzkranken als Therapietiere. Schon ein intensiver Blickwechsel mit den Alpakas reicht lauf Meyer, um zu entspannen. J Fotos: Preuß

Seit Januar 2015 nutzt die Heilpraktikerin diese kleine, südamerikanische Kamel-Art bei der Therapie. Sie schwärmt von der besonderen Wirkung, die der Umgang mit den Vierbeinern auf Menschen mit Handicap oder Demenz haben kann, berichtet von einer behinderten Frau, die Tränen lachte beim Wasserspiel mit den Alpakas. Keiner habe sie zuvor so ausgelassen gesehen. Und von dem Jungen mit den Spastiken, der sich nachhaltig entspannt habe, während er langsam Hengst Nestor das Stroh aus dem Fell zupfte.

In Fachkreisen heiße es, Alpakas seien so wertvoll wie Delfine, sagt Jens-Uwe Meyer. „Die merken sofort, wie man selber drauf ist“, weiß er aus eigener Erfahrung und bescheinigt den Tieren eine hohe Sensibilität.

Die Schilderungen machen aber ebenso deutlich: Alpakas haben – bei aller Sanftmut und Empfänglichkeit – dann und wann ihren eigenen Kopf. Strahle der Mensch eine zu große Unruhe aus, reagiere das Tier störrisch. Es signalisiere: Wenn du jetzt was von mir willst, fahr erst mal runter. Dann komm' ich auch, beschreibt Angela Meyer die tierische Befindlichkeit.

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

„Wir brauchen immer mehr Therapietiere“, erklärt die Heilpraktikerin, warum sie vor einem Vierteljahr zwei tragende Stuten anschaffte, die nun die beiden allerersten Kirchwahlinger Alpaka-Fohlen zur Welt brachten. Übrigens nach einer Tragezeit von fast einem Jahr.

Noch mal genauso lange wird es dauern, bis der Nachwuchs auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden kann. So sich die Kleinen denn dazu eignen.

Zunächst benötigen die beiden Fohlen aber Namen. Hier sind die Leser dieser Zeitung aufgefordert, Vorschläge zu machen und sie bis zum 15. August per E-Mail an naturheilpraxis-angela-meyer@t-online.de zu schicken. Der südamerikanischen Heimat der Alpakas gemäß, hatten die Meyers zunächst spanisch klingende Namen im Sinn. Inzwischen sind sie aber zu dem Schluss gekommen, dass es ruhig etwas Altdeutsches sein darf. Schließlich handelt es sich bei den Tieren ja um gebürtige Kirchwahlinger.  

kp

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