Erst klassisch, dann rockig

Musik der Bryats-Band geht Besuchern im Rethemer Burghof in die Beine

Das Publikum im Burghof ging begeistert mit.

Rethem - „Genießen Sie, was jetzt kommt, Sie werden es nicht glauben.“ Mit diesen Worten wurde die Bryats-Band („Brats“ ausgesprochen) im Rethemer Burghof vorgestellt. Erfreulich zahlreiche Zuhörer lernten die Balalaika von Eugene Kazantzev und die Bass-Balalaika von Oleg Shanan kennen. Beide Instrumente sind elektrisch verstärkt und bislang einzigartig auf der Welt.

Zwischen Auftritten in Achim und Osterholz hatte die Band aus der Ukraine einen Abstecher nach Rethem gemacht. Sehr zur Freude der Besucher, die zum Schluss begeistert nach Hause gingen.

Sie hörten Mozart und Bach, „The Flight of the Bumble Bee“ und Charleston, aber auch die Scorpions. Das Repertoire war weit gefächert und erreichte einen ersten Höhepunkt mit einem Medley alter deutscher Schlager, darunter „Anneliese, ach Anneliese, warum bist du böse auf mich?“. Danach erklang das bekannte „Kalinka“. Die vier Musiker aus der Ukraine hatten ihr Publikum schnell in ihren Bann gezogen. Dazu kamen amüsante Überleitungen zwischen den einzelnen Songs, die in gut verständlichem Englisch dazu beitrugen, dass der Funke übersprang.

Die Zusammensetzung der Band mit den elektrischen Balalaikas ist nicht nur ungewöhnlich, sondern sogar weltweit einzigartig. Dann gab es noch ein Akkordeon sowie Percussion/Cajon.

Im rockigen zweiten Teil gingen die Musiker der Bryats-Band aus sich heraus. - Fotos: Bätje

Viele Stücke begannen langsam und wehmütig, nahmen aber immer mehr Fahrt auf, sodass es den Zuhörern nicht leichtfiel, sitzen zu bleiben. Dass die Musik in die Beine ging, war am ehesten noch bei denjenigen auszumachen, die an den Stehtischen Stellung bezogen hatten. Es dauerte nicht lange, bis einige Gäste erste Tanzschritte wagten.

Im eher klassisch ausgerichteten ersten Teil gab es noch nach jedem Stück eine artige Verbeugung der Musiker, wobei sich der Beifall von einer Nummer zur nächsten steigerte. Das mit der artigen Verbeugung war im zweiten Teil vorbei. Jetzt im legeren Outfit, ging es zunächst mit irischen Klängen weiter. Die Titel wurden folkloristischer und rockiger, die Musiker gingen aus sich heraus. Die Stühle, auf denen sie bislang gesessen hatten, verschwanden, der Percussionist, der auf oder hinter seinem Cajon gesessen hatte, zog sich hinter seine „Batterie“ zurück.

Die Zuhörer pfiffen und klatschten begeistert, es kam Bewegung auf. Die ein ansprechendes Programm im Burghof gewohnten Besucher wurden von diesem Auftritt sicherlich noch einmal positiv überrascht. - bä

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