Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe 

Erfolgreiches Mobilitäts-Projekt für Asylbewerber in Rethem beendet

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An drei Samstagen übten die Teilnehmer, wie Fahrräder repariert werden können.

Rethem - Die Gruppe „Von Mensch zu Mensch“ der St.-Marien-Kirchengemeinde Rethem hat kürzlich ein Projekt zur besseren Integration von Asylbewerbern abgeschlossen. Die Maßnahmen waren Teil eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms „Ländliche Entwicklung – 500 Landinitiativen“, schreibt die Gruppe in einer Pressemitteilung.

Leitfaden sei für die Gruppe das Thema „Hilfe zur Selbsthilfe“ gewesen. Etwa ein Jahr habe der Planungszeitraum beansprucht, von Sommer 2017 bis Mai 2018. Die Schwerpunkte seien Mobilität auf dem Rad, im Wasser und im Internet gewesen. Die Idee war, Fahrradreparatur-, Schwimm- und Computerkenntnisse und -fähigkeiten zu ermöglichen, um Integration und Sprachkenntnisse zu fördern. „Was Einheimische innerhalb der Familie, in der Schule oder beim JobCenter lernen, wollten wir Asylbewerbern mit guter Bleibeperspektive auch ermöglichen.“ An den Angeboten hätten zwei Familien und einige Einzelpersonen teilgenommen, erzählte Sigrun Roßkopf-Timme.

Als die Flüchtlinge vor zwei, drei Jahren nach Rethem und Umgebung gekommen seien, hätten viele Bürger Fahrräder gespendet. Aber wie werden die Reifen richtig aufgepumpt, Schläuche geflickt und ausgetauscht, die Bremsen eingerichtet und anderes? Thomas Jann war bereit, an drei Samstagen im Frühjahr alles kompetent zu erklären. „Die Asylbewerber, die mitgemacht haben, sind jetzt besser in der Lage, ihre Fahrräder selbst in Ordnung zu halten.“

Da es heutzutage kaum möglich sei, Arbeit zu finden, ohne Computerkenntnisse zu haben, habe die Gruppe die VHS kontaktiert. Deren Fachkräfte hätten in den Sommerferien eine Einführung in die wichtigsten Funktionen gegeben.

Mobilität und Sicherheit im Wasser geschult

„Ohne zu ahnen, dass es so ein heißer Sommer wird, hat die Gruppe auch an Mobilität und Sicherheit im Wasser gedacht. Schlagzeilen von ertrunkenen Menschen wollten wir nicht über Rethemer Neubürger lesen.“ Im Hallenbad Schwarmstedt sei Karina Schlechter bereit gewesen, Teilnehmer aus Rethem in ihren Kurs für Erwachsene aufzunehmen. „Die Unterstützungsgruppe hat den Transport organisiert. Wir freuen uns, dass jetzt, nach einem Jahr, alle schwimmen können“, zeigen sich die ehrenamtlichen Helfer zufrieden.

Die Gruppe „Von Mensch zu Mensch“ hat in der Anfangszeit einen offenen Samstagstreff angeboten. Diesen gibt es mittlerweile nicht mehr. Die Nachfrage sei stetig gesunken, erzählt Roßkopf-Timme. Stattdessen betreuten die Mitglieder die Geflüchteten weiterhin über persönliche Kontakte.

sal

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