Entscheidung im November

Rethemer Rathaus: „Endlich Struktur erkennbar“

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Wird von der Samtgemeinde übernommen: die Slipanlage am Londypark.

Rethem - Endgültig entscheiden wird erst der Rat im November. Aber nach der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Samtgemeinde am Montagabend im Burghof zeichnet sich zumindest die Richtung ab, in die es bei der Sanierung des Rethemer Rathauses gehen soll: Favorisiert wird die Komplettlösung im historischen Gebäude.

Für das Bürgerbegehren freute sich Karsten Feldmann am Ende der erneuten Debatte über Möglichkeiten der Sanierung: „Endlich ist mal eine Struktur erkennbar, wie nun weiter vorgegangen werden soll.“ Bilanz des Ausschussvorsitzenden Heinz Bäßmann: „Wir sind heute immerhin ein kleines Stückchen weitergekommen.“

Die Totalsanierung wäre allerdings mit Kosten von über 2,1 Millionen Euro auch die teuerste aller Varianten (die VAZ berichtete). Dazu Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige: „Wenn wir dieses tolle Gebäude erhalten wollen, dann müssen wir es entsprechend sanieren. Kern der Sache ist, dass die Verwaltung im alten Rathaus bleiben soll. Dann müssten wir den wirtschaftlichen Aspekt in die zweite Linie stellen.“

Obwohl andere Varianten, mit mehreren Standorten für die Verwaltung, auch am Montag nochmals diskutiert wurden, war die künftige Richtung deutlich. Wolfgang Leseberg: „Wir bleiben im Rathaus, wir wollen adäquate Räume für die Mitarbeiter.“ Leseberg wehrte sich gegen Kritiker, die bei den hohen Kosten von einer „Luxussanierung“ sprächen. Man dürfe nicht vergessen, dass über Jahrzehnte kaum etwas gemacht worden sei: „Die unterlassene Instandhaltung treibt die Summe nun mal in die Höhe.“

Auch am Montag verfolgten viele Zuhörer die erneute Debatte über Möglichkeiten der Sanierung des Rathauses.

Auf einer weiteren Sitzung des Bauausschusses Ende September soll das Thema nun noch einmal vertieft werden, bevor der Bürgermeister einen endgültigen Entscheidungsvorschlag vorlegt.

Auf der Sitzung am Montag ging es darüber hinaus um die Frage, ob die Samtgemeinde die Slipanlage am Londypark für das Einlassen von Wasserfahrzeugen in die Aller übernehmen soll oder nicht. Verwaltungschef Voige zum Sachverhalt: „Der bisherige Betreiber der Anlage, der Wasser-, Ski- und Motorclub Rethem, hat sich letztes Jahr aufgelöst und die Anlage an den Eigentümer, das Wasser- und Schifffahrtsamt Verden zurückgegeben.“ Falls sich kein Nachnutzer finde, wolle das Amt einen Rückbau der Anlage veranlassen. Der Bauausschuss folgte einmütig dem Verwaltungsvorschlag, die Anlage zur Förderung des Tourismus und des Fremdenverkehrs zu übernehmen. Voige: „Dazu kommt, dass auch Feuerwehr und DLRG die Anlage nutzen.“

fra

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