Elternwille soll berücksichtigt werden

Zentrale Verteilung der Kita-Plätze

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rethem - Bei einer Enthaltung beschloss der Samtgemeinderat – vorbehaltlich der Entscheidungen der vier Mitgliedsgemeinden –, die Aufgabe zur Erfüllung des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz zu übernehmen und mit den Einrichtungsleitungen eine zentrale Verteilung der neu angemeldeten Kinder durchzuführen.

Gert Jastremski, Bürgermeister der Gemeinde Böhme, sagte, dass es im Vorfeld über die Situation Gespräche gegeben habe. „Ich kann verstehen, dass die Samtgemeinde das Ganze so koordinieren will.“ In Häuslingen und Böhme handele es sich aber um ein sehr sensibles Thema. „Es muss gewährleistet sein, dass der Elternwille nicht aberkannt wird.“

Verwaltungschef Cort-Brün Voige erläuterte, dass sich der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz bisher gegen die jeweilige Mitgliedsgemeinde richte. 40 Prozent der Plätze würden aber derzeit nicht genutzt. Das zahlten die Eltern mit. Es gelte, keine überzähligen Gruppen vorzuhalten. Außerdem gebe es keine Möglichkeit, einen Anspruch auf Nachmittagsbetreuung geltend zu machen. Es habe Gespräche mit allen Einrichtungen und Bürgermeistern gegeben – mit einem einstimmigen Votum für dieses Vorgehen.

Voraussichtlich könne eine Zehnergruppe in Rethem eingespart werden. Wichtig sei ein bedarfsorientiertes Vorgehen. „Es kann in Zukunft sein, dass jemand aus Rethem eine Zusage für einen Platz in den kleineren Kindergärten bekommt.“ Voige betonte allerdings, dass es Gespräche unter Einbindung der Kindergartenleitungen geben werde, um die persönlichen Gegebenheiten der einzelnen Familien berücksichtigen zu können.

Der Stadrat fasste anschließend einstimmig den Beschluss für die Kindertagesstättenbedarfsplanung. Dieter Moll, SPD, mahnte allerdings, dass bei sinkender Kinderzahl irgendwann die Bedarfsfrage gestellt werden müsse. „Brauchen wir drei Kindergärten?“

Annette Schütz, SPD, sagte, der Kindergarten in Rethem sei integrativ und sehr gut eingeführt. „Es kann nicht das Ziel sein, alle Gruppen knackevoll zu kriegen.“ Eltern zahlten nur einen geringen Teil des Ganzen. Wichtig sei es, beide Integrationsgruppen zu erhalten.

Bedarfe, Zeiten und Gebühren seien unterschiedlich. „Wir wollen das gleichmäßiger hinbekommen, so Britta Dietrich, CDU.

sal

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