Berliner Ring in Häuslingen wird ab Montag zur „Straße für alle“

Einmal umparken bitte

Letzter Ortstermin vor dem Baustart in der kommenden Woche. Vertreter der Stadtwerke, des Bremer Planungsbüros UIP, der Firma Bungalski, zuständig für die Internet-Vorsorgung, und des Tiefbau-Unternehmens Gross trafen sich mit Bürgermeisterin Dr. Kathrin Wrobel am Berliner Ring , um noch einige Details zu besprechen.
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Letzter Ortstermin vor dem Baustart in der kommenden Woche. Vertreter der Stadtwerke, des Bremer Planungsbüros UIP, der Firma Bungalski, zuständig für die Internet-Vorsorgung, und des Tiefbau-Unternehmens Gross trafen sich mit Bürgermeisterin Dr. Kathrin Wrobel am Berliner Ring , um noch einige Details zu besprechen.

Häuslingen – Dr. Kathrin Wrobel, Bürgermeisterin der Gemeinde Häuslingen, ist zufrieden. „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht“, sagt sie. „Es“, das meint die Erneuerung des Berliner Rings, mit der in der kommenden Woche begonnen wird.

Am Montag, 16. November, wird die Drakenburger Tiefbau-Firma Gross die Baustelle einrichten. Am Dienstag rückt dann schweres Gerät an, um den alten Asphalt zunächst auf einer Hälfte der Fahrbahn abzufräsen.

„Der Neubau wird in zwei Abschnitten erfolgen“, teilt Wrobel den Anliegern per Handzettel mit. „Zunächst wird bis Jahresende der innere Ring fertiggestellt, Anfang 2021 dann der äußere Ring.“ Und: „Während der Bauzeit wird eine Einbahnstraßenregelung eingeführt, um einen möglichst normalen Verkehr zu ermöglichen.“

Damit die Tiefbauer am Dienstag zügig loslegen können, müssen die Anwohner ihre Wagen spätestens Montagabend von Fahrbahn, Bürgersteig und Seitenstreifen weggefahren haben. Das Parken am Berliner Ring ist dann während der gesamten Bauzeit nicht gestattet.

Wer sein Auto am Dienstag nicht benötigt, kann es auf seinem Grund und Boden lassen. Alle anderen sollten ihre Fahrzeuge an diesem Tag in einer der umliegenden Straßen abstellen, „da am Dienstag die Einfahrten zu den Grundstücken nicht genutzt werden können“, so Wrobel.

Die Sanierung des Berliner Rings in den kommenden Wochen markiert das – hoffentlich – glückliche Ende einer Geschichte, die schon vor mehr als sieben Jahren begann. Denn die Planungen für den Umbau zu einer „Straße für alle“ begannen bereits Anfang 2013.

Beim Bau des Berliner Rings vor Jahrzehnten sei gewissermaßen „nur der Heidesand plattgemacht“ worden, beschreibt die Bürgermeisterin den fehlenden Unterbau der Straße. So sei der Belag immer wieder an denselben Stellen aufgerissen.

Eine Reparatur der rund 40 Jahre alten Asphaltdecke war so wegen ihrer Unwirtschaftlichkeit verworfen worden. Alles neu zu machen, war wiederum den Anliegern zu teuer. So geriet das Projekt ins Stocken.

Anfang April dieses Jahres aber, mit der Zusage von 910 000 Euro aus dem EU-Förderprogramm „Vernetzte Dorfregion“, nahm die Um- und Neugestaltung von Berliner Ring und Mühlenstraße wieder Fahrt auf. Dass nun, ein halbes Jahr später der Plan bereits in die Tat umgesetzt wird, sei schon „eine sportliche Leistung“, so die Bürgermeisterin, „zumal die Corona-Pandemie einiges erschwert hat“.

Das Projekt habe ein Gesamtvolumen von 560 000 Euro. Von den Baukosten würden 73 Prozent (408 500 Euro) gefördert, so die Bürgermeisterin. „Der übrig bleibende Betrag wird nach der Straßenausbaubeitragssatzung zwischen Gemeinde und Anliegern aufgeteilt, die hierdurch erheblich finanziell entlastet werden“, teilt Wrobel mit. Das sei für die Anwohner „fast schon geschenkt“.

Dafür erhalten die Häuslinger nun eine barrierefreie Straße ohne Schwellen, ohne Stufen, dafür mit Parkbuchten und Grünflächen, auf denen Niederschläge versickern sollen.

Die Bürgersteige werden am neuen Berliner Ring der Vergangenheit angehören. Die „Straße für alle“ ist ein Verkehrsraum, den sich eben alle teilen. Vom Fußgänger bis zum Kraftfahrer müssen alle aufeinander Rücksicht nehmen.

Auf dem Berliner Ring soll es künftig also langsamer zugehen, darunter dafür aber schneller. Jedenfalls im übertragenen Sinn. Denn parallel zur Firma Gross wird das Verdener Unternehmen Bungalski/T-M-Net die schnellere Internet-Versorgung via FTTH (Glasfaser) vorbereiten und entsprechende Kabel verlegen lassen.

Auch Anpflanzungen sind geplant. „Damit das Ganze ein bisschen grüner wird“, so Wrobel. Die Wahl fiel unter anderem auf Winterlinde, Felsenbirne, Kornelkirsche und die rotblühende Weigelie.  kp

Der Plan für den Neubau des Berliner Rings soll ab kommender Woche in die Tat umgesetzt werden. Die Sanierung des Mühlenweges soll, geht es nach der Bürgermeisterin, bis Herbst 2021 abgeschlossen sein. Skizze: Ulbrich Ingenieurplanungen

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