Blick in das fast fertige Rathaus / Rück-Umzug der Verwaltung rückt näher

Eine gewisse Vorfreude

Das zukünftige Sitzungszimmer.
+
Das zukünftige Sitzungszimmer.

Rethem – Das Ende der Übergangslösung ist abzusehen: Wenn alles gut geht, könnte die Rethemer Verwaltung im März zurück ins historische Rathaus ziehen. Die Sanierung geht ohne Probleme voran. „Ja, bei dem einen oder anderen Mitarbeiter ist bereits eine gewisse Vorfreude zu spüren“, sagt Verwaltungschef Cort-Brün Voige, dessen Mannschaft seit Ende 2019 in Räumlichkeiten am Bösselweg arbeitet.

Wer derzeit einen Blick ins Rathaus wagt, stellt schnell fest: Die Pandemiesituation hat keinen Einfluss auf die Sanierungsarbeiten. Während anderswo vieles stillsteht, wird hier fleißig gearbeitet. Der Innenputz im Erdgeschoss ist fertig, die Rohinstallation für Elektrik, Heizung, Sanitär und Lüftungstechnik abgeschlossen. Die Trockenbauarbeiten im Obergeschoss sind nahezu fertiggestellt. „Die Bemusterung für Innentüren, Tapeten, Sanitärausstattung, Fliesen, Bodenbeläge, Decken und viele weitere Positionen ist erfolgt“, berichtet Voige. In diesen Tagen beginnt die Verlegung des Trockenestrichs im Obergeschoss. In Kürze werden dann auch die Fluchttreppe und danach die Geschosstreppe gefertigt. „Vergeben sind nahezu alle Leistungen, bis hin zur Endreinigung des Gebäudes.“

Unangenehme Überraschungen seien glücklicherweise weiterhin ausgeblieben. Der Kostenrahmen ist nahezu unverändert. Ursprünglich kalkuliert waren Gesamtkosten in Höhe von 2,204 Millionen Euro, gebraucht werden nach neuestem Stand 2,250 Millionen.

Die Übergangszeit am Bösselweg war für die Verwaltungsmitarbeiter mehr als nur aushaltbar, denn die Arbeitssituation hatte sich für fast alle deutlich verbessert: Allein, dass es tatsächlich warm wird, wenn man eine Heizung andreht – das war in dem alten Gebäude nicht selbstverständlich.

„Wir werden im Rathaus andere Arbeitsbedingungen vorfinden als hier am Bösselweg. Und eins ist sicher: Sie werden ganz sicher besser sein als vor der Sanierung.“ Er freue sich für seine Mitarbeiter, aber auch für die Besucher. „Die Rethemer werden künftig ihre Anliegen in zeitgemäßen Räumlichkeiten vorbringen können. Die alten hatten, seien wir ehrlich, den Charme einer Amtsstube aus den 60er-Jahren.“ Das Gebäude selbst sei natürlich wunderschön. „Da gibt es keine zwei Meinungen.“

Der Samtgemeindebürgermeister weiß aber, was die größte Herausforderung im Rathaus sein wird: der Platz. „Dass es knapp werden könnte, wussten wir alle von Anfang an.“ Zumal der Personalplan bekanntlich um zwei Stellen erweitert wurde. Dem Problem wolle man mit zwei Maßnahmen begegnen: Zum einen müsse vorerst auf die Besetzung der zweiten Azubi-Stelle verzichtet werden. „Da ist aber klar, dass das nur gilt, bis wir uns eingelebt haben. Auf jeden Fall wollen wir auch zukünftig bei zwei Auszubildenden bleiben, wir brauchen den Nachwuchs“, so Voige. Zum anderen wolle die Verwaltung beim Thema mobiles Arbeiten am Ball bleiben. „Wir haben coronabedingt bereits Riesenschritte gemacht.“ Die Erfahrungen wolle man mitnehmen und schauen, inwieweit die Mitarbeiter wirklich jeden Tag vor Ort sein müssen, um ihren Job zu erledigen.

Das Sozialamt wird bekanntlich im Von Behrschen Haus bleiben. Als Ausweichlösung bei Platzproblemen stehe laut Voige außerdem ein Büro im Burghof zur Verfügung. „Aber dauerhaft sehe ich das nicht als Arbeitsplatz. Eine kleine Verwaltung auf drei Standorte zu verteilen – Nein, da geht einfach zu viel Kommunikation verloren.“

Von Reike Raczkowski

Der Eingangsbereich sieht im Moment noch nicht sehr einladend aus.
Das Erdgeschoss ist kaum wiederzuerkennen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Super Bowl: NFL-Star Brady will Geschichte schreiben

Super Bowl: NFL-Star Brady will Geschichte schreiben

Neuer Mode-Stil für das Weiße Haus

Neuer Mode-Stil für das Weiße Haus

Wie werde ich Verfahrensmechaniker/in?

Wie werde ich Verfahrensmechaniker/in?

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Meistgelesene Artikel

Beim Ausscheren Entgegenkommende übersehen

Beim Ausscheren Entgegenkommende übersehen

Beim Ausscheren Entgegenkommende übersehen
VHS Walsrode zur Corona-Lage: „Sehen Krise als Chance“

VHS Walsrode zur Corona-Lage: „Sehen Krise als Chance“

VHS Walsrode zur Corona-Lage: „Sehen Krise als Chance“
Der Rollstuhl kann sie nicht bremsen

Der Rollstuhl kann sie nicht bremsen

Der Rollstuhl kann sie nicht bremsen
Landkreis will Mediationsverfahren

Landkreis will Mediationsverfahren

Landkreis will Mediationsverfahren

Kommentare