Bilder, Lieder und Texte am Fluss

Eine gelungene Mischung

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Malerei, Musik, Geschichten vom Fluss: Die Gäste genossen den „Spaziergang“ in der Umgebung des Burggewölbes. Fotos und Bilder sind noch bis zum 6. Mai zu sehen.

Rethem - Künstler und Veranstalter können zufrieden sein. Der „künstlerische Spaziergang“ entlang der Aller wurde am Wochenende von den Gästen begeistert aufgenommen. Die Verantwortlichen vom Burghofverein freuten sich über ein volles Haus und die Künstler über viel Beifall: Am Ende wurden sogar Zugaben verlangt.

Was im Burggewölbe so beeindruckte, war die gelungene Mischung aus Bildern, Texten und Musik, mit denen der Spaziergang an der Aller entlang von Schwarmstedt bis nach Rethem begleitet wurde. Die Bilder von Peter Pöllmann und die Fotos von Jan Dierkes erschienen auf der großen Leinwand, während Marie-Luise Pöllmann und Andrea Geschke über historische Besonderheiten der Allerlandschaft und der am Fluss liegenden Orte berichteten.

Dabei gab es zum Beispiel Erinnerungen an den Schwarmstedter Künstler Siegfried Steege oder es wurde über die Zeit der Raubritterei an den Allerübergängen berichtetet. Zwischendurch erfreuten sich die Gäste an der musikalischen Begleitung des Spaziergangs durch Peter Pöllmann, Michael Oehlerking und Tobias Elter. „Down by the Riverside“ – der Klassiker durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Die Hademstorfer Schleuse, die Störche von Bosse, die alte Fähre in Eickeloh oder die Geschichte des Schlosses Hudemühlen wurden während des Spaziergangs ebenso vorgestellt wie die von Peter Pöllmann auch künstlerisch dargestellte Legende um den guten Kobold Hinzelmann. An der Aller entlang führte der Weg weiter nach Ahlden, zum Schloss natürlich, dem Verbannungsort von Sophie Dorothea. Erzählt wurde die traurige Geschichte von Liebe, Leid, Mord und Verbannung der Prinzessin von Ahlden.

Kunst und Literatur im Allertal, da darf ein Name nicht fehlen: Arno Schmidt lebte 1954 in Ahlden. „Das steinerne Herz“ beschreibt jene Zeit. Die „Reiseleiter“ Marie-Luise Pöllmann und Andrea Geschke erinnerten daran, dass die erste Auflage des 1956 erschienenen Werkes unter anderem wegen „sexuell anstößiger“ Stellen entschärft werden musste. Erst 30 Jahre später erschien die unzensierte Urfassung.

Auf der letzten Etappe der Reise ging es nach Rethem. Hier widmeten die Künstler dem Veranstaltungsort einige Zeilen. Mut zur Präsentation von Kunst und Kultur habe Rethem mit dem Burghof bewiesen, hieß es, bevor die Veranstaltung mit „River-Songs“ und Foto-Impressionen der Aller-Landschaft ausklang.

fra

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