Bauausschuss: Beschlussvorschlag an den Rat 

Für eine externe Planung der Rathaus-Sanierung

Mängel vor Ort erläutert: Verwaltungschef Voige (l.) im Gespräch mit Carl-Dietrich Radtke (r.) als Vertreter der Bürger und dem Ausschussvorsitzenden Heinz Bäßmann (Mitte). - Fotos: Fred Raczkowski

Rethem - Über die Sanierung des Rathauses beriet der Bau- und Friedhofsausschuss der Samtgemeinde Rethem am Montagabend im Burghof. Dabei empfahlen die Ausschussmitglieder dem Rat, die Planungsphase komplett an externe Fachleute zu vergeben.

Zuvor hatten sich Ausschussmitglieder und Zuhörer gemeinsam mit Verwaltungschef Cort-Brün Voige die Räume ansehen und sich so direkt über die Arbeitsbedingungen dort informieren können. Und die sind nicht gerade gut: Vier Büros sind Durchgangszimmer, mehrere Räume weisen bauliche Mängel auf oder die Barrierefreiheit ist nicht gegeben, die Beleuchtung entspricht nicht den Vorgaben – eine lange Mängelliste war im Vorfeld von der Verwaltung erstellt worden.

Eines der Büros, die einfach zu klein sind. Für den Azubi bleibt nur Platz für einen Mini-Schreibtisch.

„Am Gebäude gibt es außen deutlich sichtbare Risse. Diese deuten auf statische Mängel hin, die in einem ersten Schritt von einem Fachmann zu untersuchen sind“, heißt es außerdem in der Vorlage der Verwaltung. Viele der Besucher mussten bei der Besichtigung vor Ort einräumen: „Ganz schön eng hier.“ Wolfgang Leseberg, SPD, wies in der anschließenen Diskussion darauf hin, dass diese Liste nicht von externen Fachleuten, sondern von der Verwaltung selbst erstellt worden sei: „Ich finde es besser, wenn wir das alles extern aufarbeiten lassen.“ Das Gebäude müsse nachhaltig nutzbar sein.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde durch einem weiteren Vorschlag von Leseberg ergänzt. Der SPD-Politiker beantragte, dass im Ausschuss zwei Vertreter der Bürgerschaft Stimmrecht erhalten. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, einen festen Vertreter des Bürgerbegehrens und einen Vertreter des Personals als Gast mit Rederecht einzuladen.

Da nun zwei Vertreter des Bürgerbegehrens zum Erhalt des Rathauses als Verwaltungssitz – wie berichtet, wurde es von 1 200 Einwohnern unterschrieben – dabei sein sollen, hielt Verwaltungschef Voige es für fair, auch zwei Vertreter des Personals zu benennen. Wolfgang Leseberg: „15 Mitarbeiter gegenüber 1 200 Bürgern – da wären zwei Verwaltungsleute zu viel.“

Einig waren sich die Politiker aber, dass die Verwaltung in Räumen untergebracht ist, die so nicht passen. In der ersten Planungsphase sollen die externen Fachleute nun erst einmal ermitteln, wie groß der Platzbedarf ist. Wie viele Büros in welchen Abmessungen werden gebraucht?

Nach Aufstellung der Verwaltung fehlen aktuell im Rathaus: ein Raum für Prüfer, Rentenberatung, Energieberatung, einer für Auszubildende oder Besucher, um ein diskretes Gespräch zu führen, ein Bürgerbüro und ein Technikraum. - fra

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