Egra: Zusätzliche Fördermittel in Höhe von 44850 Euro / Transport auf Deponie

„Der ganze Asbest soll weg“

Hier entstehen Brandschutzmauern.
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Hier entstehen Brandschutzmauern.

Rethem - Es gebe weitere Fördermittel zur Schadstoffsanierung des Werksgeländes der ehemaligen Asbestzementfabrik Toschi in Rethem, immerhin 44850 Euro, erzählte Dieter Moll, einer von drei Geschäftsführer der Egra-Verwaltungsgesellschaft, gestern stolz. Zusammen mit der im März bewilligten Förderung in Höhe von 63997,50 Euro ergibt sich eine Zuwendung von Efre-Mitteln von 108847,50 Euro. Rechnet man den Eigenanteil von 75 Prozent, das entspricht rund 36000 Euro, dazu, ergeben sich Gesamtkosten von rund 145000 Euro.

„Es gibt sehr viel erfreuliche Nachrichten“, sagte Moll im Pressegespräch. Besonders hob Moll jedoch die zusätzliche Förderung für den Sanierungsschwerpunkt Asbest hervor. Ursprünglich war angedacht gewesen, belastetes Material auf einer eigenen Halde zu entsorgen. Die 44850 Euro sollen nun dazu dienen, asbesthaltige Stoffe auf eine dafür geeignete Deponie außerhalb Rethems zu bringen. , betonte der Geschäftsführer. Und: „145000 Euro ist verdammt viel Geld.“

Nicht förderfähig sei übrigens die Demontage asbesthaltiger Bausubstanz beziehungsweise die Schadstoffsanierung der Gebäude.

Aber auch beim Thema Arbeitsplätze hatte Moll Neues zu berichten. Beim Busunternehmen Haller könnten elf Arbeitsplätze im Gewerbegebiet erhalten werden. Das Unternehmen habe seine Heimat schon mal auf dem Egra-Gelände gehabt, berichtete Moll. „Jetzt ziehen sie wieder her.“ Die Egra richte zurzeit Parkplätze für zwölf Busse, einen Waschplatz mit Ölabscheider, eine Halle mit Abschmiergrube und Büroräume her.

Mittelfristig würden von der Firma Heidorn fünf Arbeitsplätze geschaffen. Das Unternehmen wolle energetische Baumaterialien herstellen.

Die Firma Heckmann aus Hülsen habe ein Drittel der großen Produktionshalle angemietet. „Wir haben den Betrieb für uns begeistern können“, sagte Moll. Die Sanierung habe bereits begonnen. Es handele sich um einen mittelständischen Betrieb mit 450 Mitarbeitern in Deutschland und im Ausland. In Rethem sollen Moll zufolge Schiffsbauteile montiert werden. Hierfür suche das Unternehmen noch Schweißer und Stahlbauer.

Der Geschäftsführer informierte auch über den Stand der Sanierungs- und Reparaturarbeiten. Sie hätten angefangen mit Dachflächen und Mauern. Beispielsweise hätten sie feuerhemmende Türen eingebaut und Brandschutzwände gebaut. Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen seien angeschlossen und ein Gasanschluss für eine Heizung geplant. Ein Bauantrag für Umbauten sei in Arbeit.

Was ihnen lange Sorgen bereitet habe, sei das Thema Oberflächenentwässerung, sagte Moll. Eine Spülung und Kamera-Befahrung sei inzwischen abgeschlossen und werde bei den südlichen Nachbarn des Egra-Geländes fortgesetzt. Da sich die Rohre bei der Egra in einem unerwartet guten Zustand befänden, würden die geschätzten Sanierungskosten in Höhe von 320000 Euro definitiv nicht erreicht, freute sich Moll. „Es gibt keine Risse oder größere Schäden.“ Eventuell komme ein Gesamtentwässerungssystem für das ganze Gewerbegebiet Hainholzstraße oder eine Kooperation mit den südlichen Nachbarn in Frage.

Die bisherigen Aktivitäten würden aus zwei Grundstücksteilverkäufen finanziert, erzählte der Gesellschafter.

sal

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