90 Prozent der Investitionskosten

Förderbescheid für Egra in Höhe von 2,93 Millionen Euro

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Ein Blick aus der Vogelperspektive auf das ehemalige Toschi-Gelände.

Rethem - Für die Egra gab es in diesem Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk. Die Geschäftsführer Werner Bergmann und Dieter Moll erhielten einen Förderbescheid in Höhe von fast drei Millionen Euro von der NBank. Das entspricht 90 Prozent der Investitionskosten.

Grund für den Bescheid ist, dass aufgrund neuer Förderrichtlinien nicht am ursprünglichen Konzept der Sanierung beziehungsweise des Neubaus von Gewerbehallen festgehalten werden konnte. Das teilte Dieter Moll mit. Und das trotz des bereits erteilten vorläufigen Zuwendungsbescheides für den gestellten Egra-Antrag aus dem Jahr 2015. Hierfür galt noch eine 75-prozentige Förderung.

Zuwendungszweck ist die Schaffung hochwertiger, wirtschaftsnaher Infrastruktur durch die Sanierung eines Grundstücks, den Abriss von Lagerhallen auf dem ehemaligen Toschi-Gelände sowie die Erschließung des sanierten Grundstücks mit Verkehrsanbindung und Versorgungseinrichtungen.

Das Wirtschaftsministerium in Hannover hat der Egra vorgeschlagen, das geplante Projekt in zwei Komponenten aufzuteilen, um auch nach den neuen Richtlinien förderfähig zu sein: Im ersten Schritt soll die Egra das Gewerbegrundstück herrichten. Das beinhaltet, Moll zufolge, unter anderem einen Kreisel, den Abriss der Hallen, die Asbestentsorgung, die Entsorgung von kontaminierten Böden, die Herrichtung von Wegen und Plätzen und Einfriedungen. Das Areal solle außerdem für Gewerbeansiedlungen flexibel gestaltet und parzelliert werden.

Förderung für Firmen erst im zweiten Schritt

Erst in einem zweiten Schritt, und das ist die Änderung, sollen ansiedlungswillige Unternehmen durch das MW/NBank-Programm „Einzelbetriebliche Investitionsförderung“ unterstützt werden.

Das von der Egra erarbeitete neue Konzept für die zweite Phase der Komponente eins (die erste Phase ist abgeschlossen) könne dank des Förderbescheids sofort umgesetzt werden, so Moll. „Wir haben grünes Licht für die weitere Planung und Umsetzung der zweiten Phase. Mit dem Abriss der Lagerhallen, für den die Ausschreibungsunterlagen bereits ausgearbeitet sind, soll im März/April begonnen werden.“ Nach dem Abriss soll das von der Egra erworbene, 32.000 Quadratmeter große Gewerbegrundstück parzelliert und hergerichtet werden. Betriebe aus der Nachbarschaft hätten bereits Interesse am Erwerb von Gewerbeparzellen bekundet.

Die Förderhöhe hängt von der Festsetzung der zuwendungsfähigen Ausgaben durch das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) ab. Vermutlich werden sich die Ausgaben auf gut 3, 2 Millionen Euro belaufen. Die Förderung wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zur Verfügung gestellt. 

sal

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