Rat beschließt Aufwertung / Antrag zum Erwerb von Parkplätzen abgelehnt

Durchblick für die Bushaltestelle

Aufwertung geplant: Noch besteht das Wartehäuschen aus Holz. Es soll durch eine Haltestelle aus Acrylgals ersetzt werden und so herannahenden Busfahrern den nötigen Durchblick bieten.
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Aufwertung geplant: Noch besteht das Wartehäuschen aus Holz. Es soll durch eine Haltestelle aus Acrylgals ersetzt werden und so herannahenden Busfahrern den nötigen Durchblick bieten.

Böhme – Ausschließlich einig war sich der Rat der Gemeinde Böhme auf seiner jüngsten Sitzung in der Sport- und Gemeinschaftsanlage. Die Entgelderhöhung für die geringfügig und kurzfristig Beschäftigten der Gemeinde wurde zügig beschlossen, bei zwei weiteren Punkten auf der Tagesordnung gab es etwas mehr Gesprächsbedarf.

„Ab dem 1. Januar 2021 wird das Entgelt von jetzt 9,50 auf 10 Euro gehoben, und ab dem 1. Januar 2022 gibt es dann pro Stunde 10,50 Euro. Dadurch erhöhen sich die jährlichen Kosten um rund 800 Euro im Jahr 2021 und danach noch einmal um 800 Euro im zweiten Schritt“, berichtete Bürgermeister Gert Jastremski. Somit liege die Gemeinde etwas höher über dem ab kommendem Jahr vorgeschriebenen gesetzlichen Mindestlohn, der zuerst auf 9,35 Euro und danach auf 10,45 Euro steigen wird.

Einstimmig abgelehnt wurde ein Antrag von Angela Meyer. Sie plant laut Beschlussvorlage, auf dem Alpaka-Hof acht bis zwölf Unterkünfte für Übernachtungsgäste zu errichten und benötigt für dieses Vorhaben Parkmöglichkeiten. Diese möchte sie allerdings nicht selber schaffen, sondern auf die vorhandenen öffentlichen Parkplätze der Gemeinde zurückgreifen. Darum hatte sie Interesse geäußert, vier bis sechs Parkplätze auf dem Flurstück 84/6 der Gemarkung Kirchwahlingen dauerhaft zu pachten beziehungsweise zu erwerben. Die Parkplätze sind öffentlich und gehören der Gemeinde Böhme. „Diese Anfrage mussten wir ablehnen. Die Parkplätze wurden nämlich damals über die Dorferneuerung gefördert und viele, die entweder zur Kirche gehen oder mit ihren Fahrrädern kommen, um eine Radtour zu machen, halten mit ihren Autos dort. Wir können den Parkplatz nicht dauerhaft weggeben, damit wollen wir gar nicht erst anfangen. Frau Meyer verfügt auf ihren Grundstücken über genug Fläche, um die erforderlichen Parkplätze dort zu schaffen“, so Jastremski zur Begründung der Entscheidung des Rates. Das Gremium folgte mit seinem Beschluss der Empfehlung der Verwaltung.

Behindertengerecht aufgewertet und für 30 000 Euro ausgebaut werden soll laut dem letzten einstimmigen Beschluss des Abends die Bushaltestelle Rethemer Fähre. „Der Umbau soll zeitgleich mit dem Bau der angeordneten Linksabbiegespur auf der B 209 erfolgen. Die ist erforderlich, da der Campingplatz Rethemer Fähre um circa 100 Plätze deutlich erweitert wird“, äußerte sich der Bürgermeister.

Bei der Maßnahme selber sei eine Menge zu beachten: „Einerseits muss die Wartefläche Blindenleitsysteme sowie Borde für Niederflurbusse haben. Und anderseits muss die Wartefläche von einer Seite stufenlos begehbar sein.“ Außerdem werde das Wartehäuschen erneuert. Anstatt aus Holz soll es aus Acrylglas gebaut werden, damit die Busfahrer Fahrgäste, die mitgenommen werden möchten, auch sehen. In der Vergangenheit habe es Probleme gegeben, weil Wartende, die sich in die Hütte gesetzt hatten, nicht sichtbar waren. So fuhr Bus am Stopp vorbei.

Auf der Sitzung wurde zudem die Realisierung einer kleinen Insel in der Mitte der Bundesstraße angesprochen. Ziel ist die einfachere Querung.

Info:

Der Samtgemeinde Rethem wurden vom Heidekreis 26 300 Euro zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs zur Verfügung gestellt. Davon wurden bereits rund 12 200 Euro zweckentsprechend verwendet.

Von Lisa Hustedt

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