Dritter Lauf zur Rallycross-Europameisterschaft im belgischen Maasmechelen

Seeliger erobert die Tabellenspitze

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Seeliger hat sich an die Spitze gesetzt.

Rethem - Im belgischen Maasmechelen wurde der dritte Lauf zur Rallycross Challenge Europe ausgetragen. Auf der Traditionsrennstrecke auf dem Duivelsberg lieferten die aus zahlreichen Nationen angereisten Teams den Fans ein Spektakel erster Güte. Der Rethemer Sven Seeliger übernahm hier die Tabellenspitze. In der Klasse Super1600 ging der Titelverteidiger als einziger Deutscher an den Start. Insgesamt traten 15 Teams an.

Bei der Rennstrecke handelt es sich um einen Kurs mit 40 Prozent losem Untergrund, mit vielen langgezogenen, schnellen Kurven. Eine Gerade im eigentlichen Sinne gibt es nicht, dafür drei langsame Haarnadelkurven. Schlüsselstelle auf dem Kurs ist der „Spinnenkopf“, die erste Haarnadel nach dem Start. Wer sich dort in eine gute Position bringt und diese bis zum Kurvenausgang verteidigt, hat beste Chancen auf eine vordere Platzierung. Eine Besonderheit auf der 1070 Meter langen Strecke ist die „Joker Lap“, die jeder Fahrer im Rennen einmal passieren muss.

Hart umkämpft waren die in Dreiergruppen zu je fünf Autos ausgetragenen Vorläufe. Jeder Fahrer musste vier Rennen fahren. Aus den Platzierungen ergab sich die Startaufstellung für die Semifinals. „Luigi“ führte die Tageswertung der Vorläufe an, gefolgt von Seeliger, Saisondebütant Kasparas, Sanin, Baumanis und Ververka. Diese sechs Fahrer bildeten in den beiden Halbfinals jeweils die erste Startreihe. Lediglich die jeweils vier Erstplatzierten, also acht von 15 Startern, qualifizierten sich für das Finale – und die Favoriten setzten sich durch.

In einem Sechs-Runden-Sprint sollte die Entscheidung über den Finalsieg fallen. Seeliger startete auf der Außenbahn in Reihe eins. Nach dem Grünlicht kam es innen noch vor dem ersten Rechtsknick zum Gerangel. Kasperas und Sanin gerieten aneinander, wobei das Auto von Sanin fast über die Begrenzungsmauer sprang. Seeliger blieb unbehelligt außen und führte das Feld mit einem guten Vorsprung an.

Schnell wurde klar, dass Sanin im Renault Clio trotz des Startcrashs der schnellste Mann im Feld war. Seeliger berichtete nach dem Rennen: „Als ich Sanin so schnell wieder im Rückspiegel auftauchen sah, hab‘ ich mir schon gedacht, dass es vielleicht nicht so ausgeht, wie erwünscht.“ Aber mit dem zweiten Platz hätte er durchaus leben können.

Als Seeliger in seine „Joker Lap“ fuhr, konnte Sanin die Führung übernehmen.

Die Rennleitung sah in „Luigi“ den Verursacher des Zwischenfalls und zeigte ihm die schwarze Flagge. Obwohl bereits disqualifiziert, verursachte er noch einen Dreher eines Konkurrenten und fuhr das Rennen auf Platz fünf zu Ende. Konsequenz: kompletter Wertungsausschluss. Damit waren auch die Punkte für den ersten Platz nach den Vorläufen futsch.

Davon profitierte Seeliger, der nun die Wertung der Vorläufe anführte. Er fuhr 31 von 32 möglichen Punkten in Belgien ein und führt somit zur Halbzeit die Gesamtwertung der Rallycross Challenge Europe mit 86 Punkten an. Sanin und Baumanis folgen mit jeweils 83 Punkten.

Bereits am Wochenende geht es für Seeliger und seine Kontrahenten auf dem Eurocircuit in Valkenswaard/Niederlande weiter.

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