„Riesenchance für unser Gebiet“ / Keine Elternbeiträge während Kindergarten-Schließung

Dorfregion, Baupläne und Corona

Falls es mit dem Grundstück in der Worth nicht klappt: Alternativ könnte die Senioren-Einrichtung auch hier auf der Spritzenwiese im Bereich der Allertalstraße errichtet werden.  
Fotos: Fred Raczkowski
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Falls es mit dem Grundstück in der Worth nicht klappt: Alternativ könnte die Senioren-Einrichtung auch hier auf der Spritzenwiese im Bereich der Allertalstraße errichtet werden. Fotos: Fred Raczkowski

Rethem – Nach halbjähriger Pause hatte der Rethemer Stadtrat am Mittwoch eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Da fast alle Punkte bereits in den Ausschüssen ausführlich behandelt worden waren, wurden die meisten Beschlüsse jedoch einmütig und ohne weitere Debatten gefasst.

Dass die Sitzungen der Räte von Stadt und Samtgemeinde dennoch gut drei Stunden dauerten, lag an vielen Nachfragen und Anregungen von Zuhörern und aus Reihen der Ratsmitglieder zum Thema „Dorfregion Aller-Wölpe“. Hierzu hatte der Rat beschlossen, dass die Stadt Rethem gemeinsam mit Frankenfeld und Dörverden bereits zum 1. August einen Antrag auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes stellen soll.

Sowohl Heinz Bäßmann (CDU) als auch Wolfgang Leseberg (SPD) sprachen hier von einer „Riesenchance für unser Gebiet“. Leseberg gab aber auch zu bedenken, dass die Umsetzung großen Arbeitsaufwand erfordere und nicht unter Zeitdruck ablaufen sollte. Ähnlich äußerten sich auch andere Ratsmitglieder und Zuhörer aus Bosse, die eine zu geringe Bürgerbeteiligung bemängelten.

Ohne weitere Diskussion wurde beschlossen, dass auf Elternbeiträge für die Kindertagesstätte Rethemer Arche während der Corona-Schließung verzichtet werden soll. Bereits gezahlte Gebühren für diesen Zeitraum seien vom Kirchenamt Celle zu erstatten. Auch für die Inanspruchnahme der Notbetreuung sollen keine Beiträge erhoben werden.

Einmütig begrüßte der Rat die Pläne eines Investors zur Errichtung einer Senioren- und Pflegeeinrichtung in der Kernstadt (die VAZ berichtete). Favorisiert wird der Bereich auf der Worth. Allerdings könnte es hier Probleme mit einem dafür notwendigen Grundstückserwerb geben. Daher ist der Neubau des 5 000 Quadratmeter großen Komplexes auch in einem Bereich der Spritzenwiese an der Allertalstraße denkbar.

Zum Ausbau der Bushaltestelle gegenüber der Wohngruppe Besier in Wohlendorf mit einem Kostenaufwand von rund 14 000 Euro gab es eine Anmerkung von Ernst-Walter Vollmer (CDU). Nach Gesprächen mit Einwohnern habe es Vorschläge gegeben, die Haltestelle Richtung Donnerhorst zu verlegen. Zurzeit befindet sich das Wartehäuschen im unbefestigten Seitenraum der Kreisstraße. Das Thema soll vor dem endgültigen Beschluss erneut einmal im Fachausschuss beraten werden.

Nicht mehr diskutiert werden kann ein Vorschlag zum Parken an der Langen Straße. Wie Stadtdirektor Voige hierzu sagte, gebe es nun eine behördliche Anordnung, dass Autos künftig wegen der schmalen Parkbuchten auch auf einem Teil des Gehwegs geparkt werden dürfen.

Das Ausbringen von Giftködern auf den Deichen im Rethemer Stadtgebiet (die VAZ berichtete) hatte zu empörten Reaktionen geführt. Wolfgang Leseberg wollte wissen, was man zu tun gedenke, damit sich derartige Vorgänge nicht wiederholen. Leseberg: „So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben.“ Künftig soll die Verwaltung nun vom Deichverband informiert werden, wenn Maßnahmen dieser Art geplant sind. Voige: „Die Deichabschnitte sollen dann auf freiliegende Köder überprüft werden.“ Zudem gebe es Warnhinweise auf der Internetseite der Gemeinde.

Von Fred Raczkowski

Kontakt über die Homepage des Kindergarten Rethems in der Corona-Krise. Auf Elternbeiträge in dieser Zeit soll nach dem Beschluss des Rates verzichtet werden.

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