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Damit die Feuerwehr in Frankenfeld freiwillig bleibt

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Von: Florian Adolph

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Im Hintergrund ein rotes Klinkergebäude, davor Bäume und im Vordergrund ein Findling mit der Aufschrift Dorfgemeinschaftshaus Frankenfeld.
Im Dorfgemeinschaftshaus ist die Ortsfeuerwehr untergebracht. Dort fand auch die Versammlung statt. © Bätje

In Frankenfeld finden sich nicht mehr genügend Freiwillige für den Dienst in der Feuerwehr. Sogar eine Pflichtfeuerwehr wird in Erwägung gezogen. Auf einer Einwohnerversammlung wurden zahlreiche Fragen zum Thema beantwortet.

Frankenfeld – Die Sorge um ihre Freiwillige Ortswehr hatte am Freitag etwa 50 Bürger zu einer dringlichen Einwohnerversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus Frankenfeld gelockt.

„Wir wollten Fragen beantworten und den Einwohnern gewisse Ängste nehmen“, so der Bürgermeister der Gemeinde Frankenfeld, Sascha Wöhlk. Er und Samtgemeindebürgermeister Björn Symank hatten per Schreiben geladen, da die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr von Frankenfeld wegen Mangels an Freiwilligen nicht mehr gewährt ist. Außerdem war niemand bereit, die Positionen des Ortsbrandmeisters von Frankenfeld und seines Stellvertreters zu besetzen (wir berichteten).

Ziel der Veranstaltung war vor allem, die Einwohner zu infomieren. Die Bürgermeister hofften aber auch, neue Freiwillige zu gewinnen und so die erfahrenen Mitglieder dazu zu motivieren, die unbesetzten Führungsstellen einzunehmen.

Anderthalb Stunden unterhielten sich die Anwesenden, stellten Fragen und bekamen Antworten. Es war eine angeregte Diskussion, so Symank, die danach bei einem guten Bier, Wasser oder anderen Getränken noch weitergeführt wurde. Es hätten verschiedene Haushalte teilgenommen, auch solche, die mit der Feuerwehr sonst gar keine Berührungspunkte hatten. Des Weiteren ließen die Fragen „erkennen, dass sich die Anwesenden vorher mit dem Thema befasst haben“, so Symank.

Es wurden Fragen gestellt, wie: „Was muss ich für die Arbeit bei der Feuerwehr mitbringen?“ oder „Wie läuft die Ausbildung ab?“ oder auch konkreteres, wie: „Wenn ich kleine Kinder habe, muss ich dann zum Einsatz, auch wenn ich diese alleine lassen müsste?“

Antworten bekamen die Anwohner nicht nur von den beiden Bürgermeistern, sondern auch von der anwesenden Samtgemeindebrandmeisterin Sonja Kny und ihrem Stellvertreter Volker Bostel. Sie erklärten unter anderem wie viel Zeit für die Ausbildung aufzuwenden ist – nämlich fünf Samstage, oder zwei komplette Wochenenden, mit Nachfolgelehrgängen.

Einige Einwohner zeigten ernsthaftes Interesse an dem Ehrenamt. Ob das jedoch zu tatsächlichen Anmeldungen bei der Ortswehr führt, werden laut Bürgermeister Symank erst die nächsten Wochen zeigen. Bisher hatte er zumindest noch kein Feedback darüber, ob schon Freiwillige für die Aufgabe gewonnen werden konnten. Das würde die Feuerwehr im Ort dann klären.

Somit ist die, ebenfalls diskutierte Möglichkeit, dass aus der freiwilligen eine Pflichtfeuerwehr werden könnte, auch noch nicht vom Tisch. Wie eine solche Pflichtfeuerwehr umzusetzen sei, wüsste Bürgermeister Symank allerdings auch noch nicht. Des Weiteren erklärt er, dass er alles daran setzen möchte, um das freiwillige Modell beizubehalten. „Und wenn ich von Tür zu Tür gehen muss, um Leute anzuwerben“, so seine Worte.

Interessierte an der Ortswehr von Frankenfeld wurden eingeladen zum Übungsdienst zu kommen, damit sie sich ein Bild davon machen können, wie dieser abläuft. Einige hätten laut Bürgermeister Wöhlk schon zugesagt, dass sie dafür vorbeikommen wollen.

Alles in allem zeigte sich Samtgemeindebürgermeister Björn Symank vorerst zufrieden mit dem Verlauf der Einwohnerversammlung: „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass es der richtige Schritt war. Alles andere wird sich zeigen.“

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