Cort-Brün Voige und Wolfgang Dehning zum Haushalt der Stadt Rethem

Gute Einnahmeentwicklung

+
Mediengruppe Kreiszeitung

Rethem - „Die schwarze Null ist anvisiert“, sagte Rethems Stadtdirektor Cort-Brün Voige, als er gemeinsam mit Kämmerer Wolfgang Dehning den Haushaltsentwurf 2016 vorstellte.

Im Ergebnis steht in der Planung für das kommende Jahr ein Defizit von 203000 Euro. Für die Folgejahre 2017 bis 2019 werden zwar ebenfalls Defizite vorhergesagt, aber deutlich geringer. Für 2017 sind es 35000 Euro, für 2018 5000 Euro und für 2019 20000 Euro.

Die Summe des Defizits habe sich in den vergangenen Jahren durch positive Jahresabschlüsse nennenswert verringert, so Voige. Am Jahresende 2010 habe die Summe rund 960000 Euro betragen, in diesem Jahr rechneten sie mit etwa 550000 Euro. Die Verschuldung der Stadt wird Ende Dezember bei rund 2,8 Millionen Euro liegen.

Voige und Dehning wiesen darauf hin, dass sich die Zahlen noch verändern könnten, da Gespräche über eine Neuausrichtung der Finanzbeziehungen zwischen der Samtgemeinde und den Mitgliedsgemeinden geführt werden sollen.

Dehning sprach von einer positiven Einnahmeentwicklung. Dazu trügen in nicht unerheblichem Maße die Gewerbesteuern bei, die sich allerdings auf sehr niedrigem Niveau befänden. Die Situation müsse allerdings nicht immer so bleiben, warnte er. „Wir wissen nicht, ob und wann der Einbruch kommt.“

Weitere Erhöhungen der Grund- und Gewerbesteuer seien nicht geplant, sagte Dehning. Allerdings seien die Auswirkungen auf Standardunternehmen nicht so groß. „Niemand hat sich deswegen abgemeldet.“ Aus jetziger Sicht hätten sie mit der damaligen Entscheidung für die Erhöhung Recht gehabt. „Ein Wettbewerb der Kommunen um die niedrigsten Steuersätze bringt nichts.“ Aber niemand sage, dass alles auf ewige Zeiten so bleiben müsse. Bei Firmenansiedlungen sei das Thema Gewerbesteuer eher in Kategorie zwei oder drei anzusiedeln, fügte Voige hinzu.

Keine spektakulären

Investitionen

Im strukturschwachen Raum gelte, dass wenn man eine bestimmte Ausstattung haben wolle, man entsprechende Einnahmen erzielen müsse, so der Stadtdirektor. Und es gehe nicht nur ums Wollen, ergänzte Dehning. Es gebe eine Menge „Müssen“, zum Beispiel Abwasser und Feuerwehr.

Spektakuläre Investitionen seien im Haushalt 2016 nicht vorgesehen, so Voige. Viele „Generationenaufgaben“ seien umgesetzt, sprach er die Sanierung des Käsebeutels, der Mittelhäußer Straße und der Bahnhofstraße an. Eingestellt seien nun die Erneuerung des Regenwasserkanals der Ostpreußenstraße und von der Allertalstraße bis zur Einleitung in die Aller. Außerdem stehe die Erneuerung der Bergstraße an.

50000 Euro sind für den Bebauungsplan für das ehemalige Toschigelände vorgesehen. Außerdem wird das Sanierungsprogramm der Straßenbeleuchtung fortgesetzt. Beabsichtigt ist die Erschließung eines weiteren Abschnitts im Baugebiet Mühlenfeld. Allerdings gebe es hierfür noch zu wenige Interessenten, sagte Voige. Die Stadt werde für die Erschließung nicht in Vorleistung gehen können.

sal

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Ankunft im Landhotel Schnuck in Schneverdingen

Ankunft im Landhotel Schnuck in Schneverdingen

Boule-Meisterschaft um den Mühlenteichpokal

Boule-Meisterschaft um den Mühlenteichpokal

Freaks and Folks, Fans and Friends - 55.000 feiern beim Deichbrand

Freaks and Folks, Fans and Friends - 55.000 feiern beim Deichbrand

Meistgelesene Artikel

„Schmackhaft und gut für den Magen“

„Schmackhaft und gut für den Magen“

Der erste Alpaka-Nachwuchs in Kirchwahlingen

Der erste Alpaka-Nachwuchs in Kirchwahlingen

Autofahrer stirbt nach Kollision mit Baum

Autofahrer stirbt nach Kollision mit Baum

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im Gespräch mit dem Mittelstand

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im Gespräch mit dem Mittelstand

Kommentare