Übergangsstandort der Verwaltung

Container am Rettungszentrum

Rethem - Die Verwaltung soll während der Sanierung des historischen Rethemer Rathauses für circa 18 Monate in Container hinter dem Rettungszentrum in Rethem ziehen. Die Mitglieder des Bau- und Friedhofsausschusses der Samtgemeinde Rethem sprachen sich am Mittwochabend mit sechs Ja-Stimmen bei einer Enthaltung für diese Variante aus.

Verwaltungschef Cort-Brün Voige erläuterte die Vor- und Nachteile mehrerer Alternativen. Baubeginn werde voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer 2018 sein. Für Planungen und Vorbereitungen sei es sinnvoll, jetzt einen Beschluss zu fassen.

Die Variante des Ausbaus des Obergeschosses im Kindergarten Rethem sei bereits durch den Ratsbeschluss im Mai verworfen worden, so Voige. Die angedachte Mietlösung in den Gebäuden der Firma LPS in Groß Häuslingen scheide aus, da die EDV-Anbindung an das Kreisnetz nicht zu vertretbaren Konditionen möglich sei. Voige sprach von Kosten im hohen fünfstelligen Bereich. Zudem sei mit einer sehr langen Vorlaufzeit von eineinhalb bis zwei Jahren zu rechnen.

Überlegt worden sei auch, Räume im Burghof und im von Behrschen Gebäude anzumieten. Der Vorstand des Burghofvereins habe gesagt, dass dies möglich sei, aber nennenswerte Einschränkungen für den Betrieb bedeuten würde, denen der Verein nur ungern zustimmen würde.

Vorgeschlagene Räume nur bedingt geeignet

Ratsmitglieder hatten vorgeschlagen, die Anmietung von Räumen im Obergeschoss der Kreissparkasse zu prüfen. Voige erläuterte, dass sie nur bedingt geeignet seien. Bauliche Maßnahmen zum Brandschutz und zum Arbeitsschutz wären erforderlich. Außerdem könnte nicht die gesamte Verwaltung dort untergebracht werden. Zwei Standorte würden jedoch erhebliche Mehrkosten bedeuten, so der Verwaltungschef.

Eine Containerlösung war ursprünglich auf der Freifläche Ecke Lange Straße/Wiedenburgstraße angedacht. Bei der Prüfung habe die Verwaltung festgestellt, dass es einen besser geeigneten Standort gibt: auf dem im Eigentum der Samtgemeinde stehenden Grundstück im rückwärtigen Bereich des Rettungszentrums an der Scheibenwiese. Einige Räume des Gebäudes könnten mit genutzt werden, so Voige und nannte Toiletten, Besprechungs- und Sozialraum. „Alle Container könnten ebenerdig stehen.“ Die EDV-Anbindung würde circa 7 000 Euro kosten. Die Feuerwehr habe in ersten Gesprächen signalisiert, dass man sich diese Lösung gut vorstellen könne.

Kostenlimit unterschritten

Er gehe von 130.000 bis 180.000 Euro Containerkosten aus. Dazu kämen 90.000 Euro Nebenkosten, erzählte Voige. Die ursprünglich kalkulierten 332.000 Euro würden unterschritten, sollten aber vorerst als Puffer für unvorhergesehene Kosten stehen bleiben. Das Osterfeuer 2018 sei nicht von dieser Lösung betroffen. 2019 müsse man abwarten, so Voige.

Torsten Gudehus, CDU, dankte für die Gesprächsbereitschaft der Feuerwehr. „Das ist die geradlinige, bestmöglich kalkulierbare Variante.“ Wichtig sei, dass an einer Stelle Eingespartes nicht gleich für etwas anderes ausgegeben werde.

sal

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