Burghof: Döntjes und Musik sorgen für volles Haus / Talentierter Nachwuchs

Plattdüütsch an‘n Sünndagnamiddag

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Anneliese Deutsch mit Tamina Meyer (9) aus Häuslingen.

Rethem - Schon lange bevor es losging, waren alle Plätze im Burghof besetzt: Die Rethemer Plattsnacker sorgten mit ihrem Programm am Sonntagnachmittag wieder für ein volles Haus. Zur stimmungsvollen Musik des Alpe Trios gab es jede Menge Döntjes zu hören. Die Auftritte im Burghof gehörten zur Veranstaltungsreihe „Plattdeutsche Zeit im Heidekreis“.

Sie läuft noch bis zum 31. Oktober mit Gesprächsrunden auf Platt, Theater und Gottesdiensten: „Dor is wat bi för Junge und för Oole. Kiekt mal in dat Programm“, heißt es in der Einladung der Veranstalter vom Forum Plattdeutsch im Heidekreis. Das komplette Angebot ist auf der Internet-Seite des Heidekreises zu finden.

Anneliese Deutsch führte die Gäste im Burghof durch ein beeindruckendes Programm, das ganz sicher eine gute Werbung für den Erhalt und die Pflege der plattdeutschen Mundart war. Für den Auftakt sorgte Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige, der sich nicht nur über die vielen Besucher freute, sondern mit zwei gekonnt vorgetragenen Döntjes für die ersten Lachsalven im Publikum sorgte.

Herzlich gelacht wurde auch bei den weiteren Vorträgen, zum Beispiel über die Geschichte von Ilse Meins, die von einer Zugfahrt mit Hindernissen handelte. Viel Beifall gab es für Tamira Meyer, Mara Pischke und Carina Raudies. Die drei Mädchen hatten ihr Talent bereits im plattdeutschen Vorlesewettbewerb auf Kreisebene bewiesen. Nicht nur Anneliese Deutsch war von den Vorträgen beeindruckt: „Da brauchen wir uns um die Zukunft des Plattdeutschen keine Sorge machen.“

Döntjes von Karl Dieter Oestmann und Gudrun Fischer-Santelmann rundeten das weitere Programm ab, immer mal wieder unterbrochen durch musikalische Einlagen des Alpe Trios, bei denen auch schon mal fröhlich mitgesungen wurde.

Für Gudrun Fischer-Santelmann, plattdeutsche Autorin aus Altenwahlingen, ist Plattdeutsch die Muttersprache. In ihren amüsanten Geschichten aus dem Familienalltag war auch zu hören, dass sie mit ihren Kindern fast nur plattdeutsch spricht. Sohn Mattis war im Burghof ebenfalls dabei, und auch er erhielt für seinen Vortrag viel Beifall.

Die Altenwahlingerin, als Journalistin und „Eventmanagerin“ für den Burghof aktiv, hat im vergangenen Jahr ihr erstes Buch geschrieben: „Keene Langewiel in Sicht“ bietet 55 Geschichten zum Schmunzeln oder Lachen.

fra

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