Defizit: Stadt soll sich mit höheren Beträgen an betrieblichen Kosten beteiligen

Burghof braucht mehr Geld

Vorsitzender Frank Leverenz (l.) verabschiedet Karl-Heinz Dunker mit einem Präsentkorb.

Rethem - Der Burghofverein braucht zur Deckung seines Defizits mehr Geld. Vorsitzender Frank Leverenz sagte auf der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend: „Wir sind sehr gut unterwegs und auch auf die Zukunft ausgerichtet. Trotzdem werden wir dauerhaft nicht darum herumkommen, dass die Stadt Rethem sich an den betrieblichen Kosten höher beteiligen muss.“

Leverenz stellte aber auch klar, dass sich die Stadt bei der Unterhaltung des Burghofs nicht aus der Verantwortung ziehe: „Wir werden von der Verwaltung, allen voran von Harm-Dirk Hüppe, auch immer wieder unterstützt.“ Tatsächlich sind die städtischen Zuschüsse von 52 000 Euro im Jahre 2013 und 43 500 Euro 2014 auf 40 453 Euro im vergangenen Jahr gesunken.

Das reicht offenbar nicht mehr. Denn das Defizit stieg von rund 1 363 Euro im Vorjahr auf jetzt 8 300 Euro. Helga Meyer, für die Kasse des Vereins zuständig, nannte die von rund 18 900 auf 27 800 Euro gestiegenen Personalkosten als Hauptgrund für das deutlich höhere Defizit.

Man habe in den vergangenen Jahren, so Frank Leverenz, Schritte eingeleitet, um den Burghof wesentlich professioneller zu führen. „Im Ehrenamt und mit einem geringen, aber angemessenen Personalaufwand.“ Bei seiner Gründung habe der Verein Aufgaben im betrieblichen Bereich auferlegt bekommen, die „durch die Verwaltung hätten geleistet werden müssen.“ Trotz der Aufgaben, die eigentlich der Stadt Rethem als Eigentümerin vorbehalten seien, arbeite der Burghof diese ab, betonte Leverenz.

Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte Gudrun Fischer-Santelmann Einzelheiten zum Jahresprogramm 2016 vor. ,,Einfach mitsingen“, heißt es zum Beispiel wieder am Donnerstag, 14. April, diesmal mit „Die goldenen Schlager“.

Personalien und Ehrungen dürfen bei einer Hauptversammlung natürlich nicht fehlen. Bei den Vorstandswahlen gab es nur eine Änderung: Karl-Heinz Dunker wollte nicht noch einmal antreten und wurde von Frank Leverenz mit einem Präsentkorb verabschiedet. Neu gewählt wurde Ute Dunker. Eine besondere Ehrung gab es am Ende für die Organisatoren der Silvesterfeier an der Aller: Sie erhielten von Werner Bergmann gespendete Metall-Aufsteller mit dem Rethemer Logo und der Erinnerung „Silvester 2015 – ich war dabei.“ - fra

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