Mühlenfest mit Besonderheiten: Viel Geschichte und noch mehr Leckereien

Brote direkt aus dem Ofen

August Jahns (links) führte durch die Mühle und sparte nicht mit geschichtlichen Details. - Fotos: Bätje

Rethem - Wolfgang Welle, seit kurzem Vorsitzender des Rethemer Forum Vereins und Nachfolger von Dieter Moll, begrüßte die erfreulich zahlreichen Gäste beim Rethemer Mühlenfest.

„Das Bier ist kaltgestellt, der Backofen angeheizt, wenn das Wetter gnädig ist, könnte es ein schöner Tag hier im Londypark werden,“ stellte er fest. Dem schienen jedoch nicht alle zu trauen, und waren in dickem Winterpelz erschienen, aber immerhin, es blieb trocken

Dieter Moll holt das frischgebackene Brot aus dem Ofen.

Am Backofen, schon morgens um kurz vor sieben war angeheizt worden, gingen die frischen Brote weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Ein ganz besonderer Leckerbissen war das warme Brot mit Schmalz. Das wurde eigentlich nur noch von dem überboten, was Rethems türkische Mitbewohner zubereitet hatten. Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, Döner, Spieße, Burger, Krautsalate, süßes Gebäck. Und danach ein Tässchen Mocca oder türkischem Tee (Cay). Vor dem langen Tresen staute sich die Menschschlange. Mächtig zu tun hatte auch Rolf Burfin der, wie so oft, leckere Erbsensuppe mit Würstchen aus seiner Trecker gezogenen „Gulaschkanone“ anbot. Und auch die Wölper Grafen waren kulinarisch aufgestellt: Sie boten Käse und „Kastanienspieße“ an. Außerdem konnte man tönerne Trinkbecher erstehen.

Gut zu tun hatte auch Rethems Ehrenbüger Ausgust Jahns, der einmal mehr seine Kenntnisse als Fachmann für Mühlen unter Beweis stellen konnte und durch die Bockwindmühle, vor allem aber auch deren Historie führte: „Solche Touren gibt es hier seit 1984, damals war die Stadt dafür zuständig. Rethem war einst eine Mühlenstadt mit zahlreichen Mühlen, die das Getreide für Menschen aus dem näheren Rethemer Bereich mahlten“, erklärte er seinen Zuhörern. Die Bockwindmühle stammt ursprünglich aus Bosse.

Mühlenfest in Rethem

Das diesjährige Mühlenfest war das 21. seiner Art. Es hatte mit einem Feld (Zelt)-gottesdienst mit Pastor Diedrich Petzold begonnen. Für den richtigen Schwung im Londypark sorgten die Begleitmusiker des St. Marien Gospeltrain, Jens Uwe Meyer, Marius Richter, Gerd Osthoff, Jochen Kaiser und Dennis Köther, die mit Ohrwürmern wie „Blowing in the wind“, „Cotton Fields“, „Dear Mrs. Robinson“ und „Lying in the arms of Mary“ die Zuschauer zum Mitsingen animierten. Irgendwie hatten alle ihren Spaß.

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