Parteien nominieren 42-Jährigen

Breite Unterstützung für Rethems Bürgermeisterkandidaten Björn Symank

Björn Symank, im Hintergrund eine grüne Wiese an der Aller.
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Gefällt der Ausblick vom Burghof auf die Aller: Der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von CDU und SPD, Björn Symank, stellte sich am Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs vor.

Nun ist es offiziell: Die Rethemer CDU und SPD haben ihren Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters nominiert. Björn Symank aus Morsum soll es werden.

Rethem – Die Sonne schien, das Wasser auf der Aller glitzerte und Rethems Politiker waren bester Laune beim Pressegespräch am Burghof. Kein Wunder: Das Vorhaben, einen gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgers zu finden, war erfolgreich. Der 42-jährige Björn Symank wurde sowohl von den Mitgliedern der CDU als auch der SPD für geeignet befunden und mit großer Mehrheit nominiert. So steht einer Kandidatur des Morsumers nichts mehr im Wege. Der Wahlkampf kann beginnen, auch wenn es derzeit gar keinen Konkurrenten im Wettbewerb um die Stelle gibt. Amtsinhaber Cort-Brün Voige wird nicht wieder antreten.

Bei den Bürgern sei die Idee gut angekommen

Bei der Bevölkerung sei die Entscheidung, einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen, fast durchweg positiv angekommen, berichtete CDU-Fraktionsvorsitzender Ernst-Walter Vollmer. „Ich habe von meinen Patienten zum größten Teil gehört, dass es zeitgemäß sei, einen Kandidaten unabhängig von Parteipolitik aufzustellen“, so der Zahnarzt. Der intensive parteiübergreifende Prozess von der gemeinsamen Entscheidung bis zur Nominierung habe die Politik noch weiter zusammenrücken lassen, berichtet Rethems CDU-Vorsitzende Renate Rodewald.

Er hat eine angenehme Art.

 CDU-Vorsitzende Renate Rodewald

„Bisher war ich nur ein Vorschlag, seit heute bin ich der Kandidat“, stellte Symank erfreut fest. Von den acht Bewerbern, die sich nach einer Ausschreibung bei der Politik gemeldet hatten, war er derjenige, der die Auswahlkommission sofort überzeugen konnte. Der Wirtschaftsingenieur, der derzeit in Bremen bei einer Airbus-Tochter arbeitet, habe neben Leitungserfahrung und Teamgeist vor allem eines mitgebracht: „Eine angenehme Art“, wie Renate Rodewald beim Pressegespräch verriet. Die Politiker hätten ihn und die anderen drei Bewerber, die in die nähere Auswahl gekommen seien, bei einem Vorstellungsgespräch mit einem umfangreichen Fragenkatalog konfrontiert. „Seine Antworten waren ehrlich und präzise“, berichtet Rodewald.

Beeindruckender beruflicher Werdegang

Man sei sich schnell einig gewesen, dass Symank zum einen jemand sei, mit dem die Politik konstruktiv zusammenarbeiten könne, und der zum anderen auch in der Lage sei, die Verwaltungsgeschäfte zu leiten. Auch sein beruflicher Werdegang habe beeindruckt, Der Offizier und Hubschrauberpilot war für sein Unternehmen vier Jahre als Vertriebsingenieur in Abu Dhabi tätig und ist ehrenamtlich Gastdozent an der Technischen Universität München für die Vorlesungsreihe „Operationelle Aspekte der Luftfahrt“. Es mag auch gefallen haben, dass Symank ein unbeschriebenes Blatt ist, was sowohl die Verwaltungsarbeit als auch die Kommunalpolitik angeht. Eine Ratssitzung, das gab er beim Pressegespräch unumwunden zu, habe er zum Beispiel noch nie besucht.

Die Idee, trotz eines erfüllenden Jobs noch einmal etwas ganz anderes zu probieren und Bürgermeister zu werden, habe Symank schnell in ihren Bann gezogen. Er sehe großes Potenzial in der Samtgemeinde und auch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Parteien hätte ihn begeistert. „Besonders die Vielseitigkeit des Jobs reizt mich“, erklärte er. „Ich glaube, dass man einen großen Gestaltungsspielraum hat.“

Ich bin niemand, der im Kasernenton rumbrüllt. Ich möchte die Dinge gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickeln und mit gutem Beispiel vorangehen. 

Björn Symank

Symanks Einstellung zur Mitarbeiterführung habe die Politiker zudem beeindruckt, sagt Steffen Meyer, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat. „Auf dieses Thema hatten wir ein besonderes Augenmerk gelegt, weil es uns wichtig ist, in die Verwaltung eine gewisse Konstante reinzubringen. In den vergangenen Jahren hat es dort eine große Fluktuation gegeben.“ Symank sei jemand, dem man zutraue, die Mitarbeiter mitzunehmen und sie zu motivieren. „Ich bin niemand, der im Kasernenton rumbrüllt“, stellte Symank klar. „Ich pflege einen modernen Führungsstil. Ich möchte die Dinge gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickeln und mit gutem Beispiel vorangehen. Ich will, dass die Menschen mir folgen, weil sie spüren, dass ich mit Herzblut bei der Sache bin. Sie sollen wissen, dass ich ihnen den Rückhalt gebe, den sie brauchen.“

Darüber hinaus wünsche sich die Politik von einem Hauptverwaltungsbeamten aber auch „Ideen, die Rethem nach vorne bringen“, formulierte es SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Leseberg. Auch dieses kreative Potenzial sehe man bei Symank.

Er würde sich einen Gegenkandidaten wünschen

Dass der Wahlkampf wegen der Corona-Pandemie anders laufen muss als üblicherweise, bereitet den Politikern keine Sorge. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jonas Wussow: „Persönliche Gespräche im kleinen Rahmen sind trotzdem machbar. Und unserer Erfahrung nach ist die Resonanz bei Online-Angeboten oft sogar größer als bei Präsenzveranstaltungen.“ Renate Rodewald: „Aber natürlich hätten wir uns schon gewünscht, den Rethemern unseren Kandidaten zum Beispiel auf dem Spargelmarkt vorzustellen.“

Symank, der Vater von drei Kindern ist, würde sich noch etwas anderes für den Wahlkampf wünschen: einen Gegenkandidaten. „Das würde mich schon freuen. Denn daran wächst man ja auch und man hätte, ehrlich gesagt, am Ende ein anderes Erfolgserlebnis.“ Dass noch weitere Bewerber ihren Hut in den Ring werfen, erscheint angesichts der breiten parteiübergreifenden Unterstützung für Symank allerdings nicht besonders groß.

Wer mehr über den Kandidaten erfahren will: Auf der Internetseite www.bjoern-symank.de gibt es reichlich Infos.

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