Lange Straße: Anwohner scheitern mit Antrag im Bauausschuss

Es bleibt bei der Parkscheibe

So soll es bleiben: Parkzeitregelung in der Langen Straße. Der Rat lehnte einen Antrag von Anwohnern, die Regelung abzuschaffen, ab. Foto: Fred Raczkowski

Rethem – Wer sein Auto in der Langen Straße in Rethem abstellt, sollte auch künftig eine Parkscheibe dabei haben: Ein Antrag von Anwohnern, die Parkzeitbegrenzung in diesem Bereich aufzuheben, wurde von den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses der Stadt Rethem am Donnerstagabend einmütig abgelehnt. Der Antrag der Anwohner war damit begründet worden, dass die auf den Wohngrundstücken vorhandenen Stellplätze nicht ausreichend seien. Heiner Gümmer, Vorsitzender des Vereins Handel und Handwerk, hatte sich in einem Schreiben an die Stadt dagegen vehement für die Beibehaltung der bestehenden Regelung eingesetzt.

Die Parkzeitbegrenzung in der Langen Straße war seinerzeit auf Initiative des Vereins eingeführt worden. Nach Auffassung der Vereinsmitglieder würden Dauerparker, vor allem Anwohner und Mitarbeiter der dortigen Betriebe, den Kunden die Möglichkeit nehmen, bequem einzukaufen. Gümmer: „Diese Möglichkeit hat im Zeitalter des Internets und der damit verbundenen Schwierigkeiten des Handels, in diesem Wettbewerb mithalten zu können, an Bedeutung zugenommen.“ Es sei, so heißt es im Schreiben an die Stadt, eher daran zu denken, die Beschränkung zeitlich auf die Dauer der Geschäftszeiten auszudehnen, um auch Berufstätigen, die außerhalb arbeiten, die Möglichkeit des Parkens vor den Geschäften zu anzubieten. Für die Dauerparker gebe es ausreichend Parkmöglichkeiten in den Nebenstraßen. Und schließlich: Zur Anlieferung größerer Einkäufe der Mieter reichten die eingeschränkten Parkmöglichkeiten allemal aus, und über Nacht oder über das Wochenende, also außerhalb der eingeschränkten Zeiten, könnten sie ihr Fahrzeug vor ihrem Haus parken.“

Die Ausschussmitglieder schlossen sich dieser Argumentation weitgehend an. Da half es auch nichts, dass Anwohner während der Sitzung nochmals auf ihre Probleme mangelnder Parkmöglichkeiten auf den Wohngrundstücken hinwiesen: Ihr Antrag wurde abgelehnt, in Rethem bleibt es bei der Parkscheibe.

Mit relativ geringfügigen Änderungen bei einigen Bebauungsplänen beschäftigte sich der Ausschuss im weiteren Verlauf der Sitzung. Im Bereich des Egra-Areals sollte bisher der Bau reiner Lagerhallen komplett ausgeschlossen werden, weil mit Logistik-Betrieben in der Regel nur wenige neue Arbeitsplätze entstehen (die VAZ berichtete). Nun soll aber zumindest ortsansässigen Unternehmen als Ergänzung zum bestehenden Betriebsstandort der Bau von Lagerhallen im Plangebiet gestattet werden.

Weiterhin nahm der Ausschuss Kenntnis von einer Liste stadtbildprägender Gebäude, deren Aufstellung im Zuge der städtebaulichen Sanierung erforderlich war. Stadtdirektor Cort-Brün Voige: „Die Gesellschaft für Infrastrukturplanung Infraplan hat diese Liste nach genauer Prüfung, in Absprache mit der Strategierunde, erstellt.“

Erste öffentliche Maßnahme im Sanierungsgebiet wird der Ausbau der Mühlenstraße sein. Hier empfahl der Ausschuss dem Rat, die Ausschreibung der Planungsleistungen zu beschließen. Die Kosten für den Ausbau der unteren und oberen Mühlenstraße belaufen sich auf rund 810 000 Euro. Vorgesehen ist unter anderem der Bau beidseitiger Gehwegzonen.

Am Ende der Sitzung gab es noch zwei Anträge der SPD- Fraktion. Erster Antrag: Vor jeder Fällung eines Baumes im kommunalen Eigentum sei der Rat künftig über die Gründe zu informieren. Für jeden gefällten Baum sollen zwei gleichwertige neu gepflanzt werden. Mindestens ein Baum soll möglichst am Ort des gefällten Baumes gepflanzt werden,

Im zweiten Antrag wird unter anderem gefordert, bei allen Gehwegübergängen im Stadtgebiet Barrierefreiheit herzustellen und Gefahrenstellen in den Gehwegen umgehend zu beseitigen. Dazu sollen ab Haushalt nächsten Jahres 10 000 Euro jährlich bereitgestellt werden. Die Anträge gehen nun in die zuständigen Gremien.  fra

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