Rethemer Zahnarzt Dr. Wolf-Dieter Zietz: Nur noch dringliche Fälle

„Es bleibt ein mulmiges Gefühl“

Lobt das Verständnis der Patienten: Dr. Wolf-Dieter Zietz aus Rethem. Foto: Praxis

Rethem – „Die Zahnarzt- und Arztpraxen bleiben natürlich weiterhin für die Patienten geöffnet. Das ist durch den Sicherstellungsauftrag der Ärzteschaft gewährleistet“, sagt der Rethemer Zahnarzt Dr. Wolf-Dieter Zietz. Er hat gegenüber unserer Zeitung zum Thema Corona Stellung genommen und sich zur derzeit schwierigen Situation in den Zahnarzt-Praxen, auch im Heidekreis, geäußert.

In der Krisenzeit würden in der Rethemer Praxis in der Nähe der Kirche zum Schutz von Mitarbeitern und Patienten nur noch dringliche und wenig bis gar nicht aufschiebbare Fälle behandelt.

Die Hygieneanforderungen in den Praxen unterlägen höchsten Standards, erzählt Zietz. Der Schutz vor Bakterien und Viren, darunter nicht nur Corona, sondern auch Hepatitis-C, HIV oder Influenza, habe ohnehin oberste Priorität. Zietz: „Wir bewegen uns noch mehr als zuvor in einer Dunstwolke aus Desinfektionsmitteln. Aber was nützt es. Es wird kein Patient mit Beschwerden im Regen stehengelassen.“ Für viele Praxen tauchten allerdings mittlerweile Probleme bei der Beschaffung von Desinfektionsmitteln und adäquatem Mundschutz auf.

So lange eine Praxis nicht wegen Maßnahmen des Infektionsschutzes geschlossen werde, werde der Betrieb zur Grundversorgung aufrechterhalten.

„Natürlich bleibt den Ärzten und dem Personal ein mulmiges Gefühl beim möglichen Kontakt mit dem neuen Virus“, räumt der Rethemer Zahnarzt ein.

Zietz lobt seine wie auch alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arztpraxen. „Ohne Ausnahme arbeiten alle daran, trotz der zusätzlichen höheren Gefährdung die Versorgung der Patienten aufrechtzuerhalten.“ Trotz des Aufschubs weniger dringlicher Fälle seien jeden Tag etliche Patienten zu behandeln.

Mit einiger Verzögerung kämen jetzt Direktiven von Gesundheitsministerien und Standesorganisationen zum Umgang mit der kritischen Situation in den Praxen an. Ärzte und Zahnärzte hätten sich das früher gewünscht. „Aber diese Extremsituation ist für alle Beteiligten neu.“

Das anfängliche Gefühl des Alleingelassenseins weiche mehr und mehr der konkreten Organisation des veränderten, erheblich erschwerten Praxisalltags. Zietz lobt in diesem Zusammenhang das Verständnis der Patienten bei Absagen und Änderungen von aufschiebbaren Behandlungsterminen. Die Akzeptanz für diese Maßnahmen steige von Tag zu Tag.

Der Arzt verspricht, die Praxis auch in der jetzigen schwierigen Zeit zum Wohle seiner Patienten geöffnet zu lassen. „Wir haben unsere Öffnungszeiten nicht geändert, nicht reduziert, sondern stehen weiterhin, soweit irgend machbar, zur Verfügung. Zietz arbeitet seit 1991 in Rethem. „So eine Situation habe ich noch nie erlebt. Aber wenn wir uns alle strikt an die Anweisungen der Virologen halten, werden wir diese Krise gemeinsam meistern.“  mü

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