„Wirtschaftlichste Lösung“ 

Biogas-Heizung fürs Rathaus Rethem

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Bei der Arbeit im Ausschuss: Heinz Bäßmann, Cort-Brün Voige, Torsten Gudehus und Dr. Kathrin Wrobel (v.l.).

Rethem - Das sanierte Rethemer Rathaus soll künftig mit der Abwärme der Biogasanlage Oestmann betrieben werden. Dafür sprach sich der Bau- und Friedhofsausschuss der Samtgemeinde Rethem auf einer Sitzung am Dienstagabend aus. Für den Burghof hatte sich die Stadt Rethem bereits für die Beheizung durch Abwärme der Anlage Oestmann entschieden.

Nach den Berechnungen der Samtgemeinde spricht auch die Wirtschaftlichkeit für die Bionahwärme. In einer Stellungnahme heißt es dazu: „Beim Ansatz eines Abschreibungszeitraumes von 18 Jahren ist die Bionahwärme die wirtschaftlichste Heizmethode, weil die Kosten für die Anlagenwartung bereits im Energiegrundpreis enthalten sind. Das Verlegen der Nahwärmeleitung mit Anschlusskosten von knapp 1 200 Euro ist über den Abschreibungszeitraum gesehen ebenfalls sehr günstig.“

Nicht rechnen würde sich demnach eine Umstellung auf eine eigene Gasheizung für das Rathaus. Ebenso wäre bei den derzeitigen Gaskosten die Weiterführung der bisherigen Kooperation mit den Seniorenwohnungen nicht die wirtschaftlichste Lösung, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

So sprach alles für die Bionahwärme. Außerdem drängte die Zeit: Eine Entscheidung musste vor dem bevorstehenden Bau der Leitung zum Burghof getroffen werden. Denn, so im Hinweis der Verwaltung: „Die Oestmann Biogas GmbH wird die Wärmeleitung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nur in der Größe bauen, wie sie aufgrund der sicheren Absichtserklärung der Verbraucher erforderlich ist.“

Fragen von Wolfgang Leseberg (SPD) nach einem besonders günstigen Arbeitspreis für die Samtgemeinde mit den beheizten Objekten Schule, Burghof und Rathaus beantwortete Anlagenbetreiber Jochen Oestmann direkt in der Sitzung. Hier könne es noch keine Aussagen geben, weil erst einmal die Frage „wie viel Bedarf besteht wirklich?“ geklärt werden sollte. Man müsse das, so Oestmann, perspektivisch betrachten: „Wir packen jetzt für den Leitungsbau erstmal richtig viel Geld in die Erde und versuchen, das über einen längeren Zeitraum wieder einzuspielen.“

Zum Ende der Sitzung wies Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige auf ein Vorhaben der Avacon hin: Auf dem Radweg von der Stadtgrenze Rethem Richtung Ahlden solle eine neue Stromtrasse verlegt werden. Voige: „Die Arbeiten werden aber nicht während der Radsaison stattfinden.“ Anschließend solle der Radweg wieder fachgerecht hergestellt werden. 

fra

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