Brückensperrung Rethem

Besondere Vereinbarungen

Vor der Ampelanlage der Allerbrücke in Rethem hat sich in diesen Tagen der Verkehr häufig gestaut. - Foto: Bätje

Rethem - Ist die Allerbrücke nun offen oder nicht? Ab wann und für wie lange ist sie gesperrt? Ist es möglich, während der Sperrung der B209 von Kirchwahlingen aus über die K113 auf die Allerbrücke zu gelangen? Diese und viele andere Fragen beschäftigen in diesen Tagen die Einwohner der Samtgemeinde Rethem. Der Informationsfluss sei bisher nicht optimal, sagte Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige gestern auf Nachfrage.

Ist die Allerbrücke komplett „dicht“, hat das Auswirkungen auf den Alltag vieler Menschen und Betriebe. Sie hätten gemeinsam mit Vertretern der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden lange und intensiv überlegt, ob auch eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung in Frage komme, so Voige. Doch die Arbeiten hätten dann mindestens doppelt so lange gedauert. Angesichts der nahenden Advents- und Weihnachtszeit mit diversen Veranstaltungen sicherlich nicht erstrebenswert, zeigte sich Voige überzeugt.

Nach gründlicher Überlegung sei jetzt vorgesehen, die Allerbrücken in Rethem und auch bei Eilte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu sperren. Die entsprechende Beschilderung sollte gestern und heute aufgestellt werden. Bis zum 18. November soll die Ausnahmesituation für die Verkehrsteilnehmer andauern. Bisher lägen die Sanierungsarbeiten der B209 im Zeitplan, erläuterte Voige.

„Wir wollen versuchen, dass die Menschen aus Alten- und Kirchwahlingen sowie Häuslingen, die in Rethem arbeiten, eine kleine Parkmöglichkeit finden“, sagte der Verwaltungschef. Derzeit werde geprüft, wo diese überschaubare Anzahl an Personen ihre Autos abstellen könnten.

Mit den Kindergärten der Samtgemeinde sei für die Zeit der Brückensperrung eine besondere Vereinbarung getroffen worden. „In den Einrichtungen hängt aus, dass Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder auf ihrer Allerseite in den Kindergarten zu bringen.“ So würden weite Fahrtwege auf der Umleitungsstrecke vermieden. „Der Schulbus verkehrt regulär“, erklärte Voige.

Dadurch, dass die Brücke erst am Freitag gesperrt werde, hätten zum Beispiel Handwerksbetriebe die Möglichkeit, sich auf die Situation einzustellen. Für einige komme es eventuell in Frage, ein Fahrzeug auf der anderen Brückenseite abzustellen.

Fahrzeuge der Feuerwehr, der Polizei und der Johanniter dürften die Brücke für Einsatzfahrten im Schritttempo überqueren. „Es geht um Menschenleben und Sicherheit“, erläuterte Voige. Auf dem Rückweg hätten aber auch diese Fahrzeuge die reguläre Umleitung zu nutzen. - sal

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