Verabschiedung der Rethemer Lehrer Christiane Schmid und Roland Wolter

Beruf als Berufung verstanden

Der Chor des Lehrerkollegiums sang für die beiden künftigen Pensionäre. - Fotos: Bätje

Rethem - „Ich sehe es als großes Geschenk an, dass ich mich hier so wohlgefühlt habe“, bekannte Christiane Schmid am Mittwoch bei der gemeinsamen Verabschiedung von ihr und Roland Wolter aus dem Schuldienst. 40 Jahre haben sie ihrer Schule die Treue gehalten. Das will etwas heißen. Elf Kultusminister, sechs Schulräte, neun Schulleiter und fünf Schulformen haben die beiden im Laufe der Zeit miterlebt.

An Hand eines Schaubildes verdeutlichte Schulleiterin Sandra Steinhoff-Schäfer, was die beiden im Laufe der Zeit verbunden hat und wo sie getrennte Wege gegangen sind: Beide feierten ihr 25-jähriges Dienstjubiläum an den Rethemer Schulen, ebenso ihr 40. Außerdem haben sowohl Schmid als auch Wolter kurze Schulwege – sie sind zwei von wenigen Lehrkräften, die die ganze Zeit in Rethem gewohnt haben.

Christiane Schmid war im Personalrat aktiv, gestaltete mit Schülern den Volkstrauertag, unterrichtete das Fach GSW und Religion, vertrat die Schule in der religionspädagogischen Arbeitsgemeinschaft und organisierte Klassenfahrten nach Berlin. Steinhoff-Schäfer flachste: „Ich gehe doch nicht fehl in der Annahme, dass sie jeden Parlamentarier inzwischen persönlich kennen?“

Roland Wolter unterrichtete Biologie, Deutsch und Musik. Viele kennen seine selbst geschriebenen Lieder. Er gab Abschlussfeiern den musikalischen Rahmen und leitete die Band.

Beide waren sich einig, dass sie die Rethemer Schule mit einer Fülle schöner und guter Erinnerungen verlassen. Wenn überhaupt etwas negativ aufstoße, so Schmid, dann sei das auf die zunehmende Bürokratisierung mit einer Fülle überflüssiger An- und Verordnungen zurückzuführen.

Viel geschmunzelt oder gar gelacht wurde beim Sketch „In der Hausmeisterloge am Tag der Verabschiedung“. Uta von Salzen und Frank Seuberth zogen die beiden künftigen Pensionäre noch einmal richtig durch den Kakao.

Die Lehrer warteten mit einer Hommage an Roland Wolter auf, indem sie „Roland“ nach der Melodie von „Lola“ von den Kinks, Wolters Lieblingsband, intonierten, und für Christiane Schmid hatte Roland Wolter sogar einen selbst verfassten Song parat, nach einer Melodie von „Katzenjammer“.

Uta von Salzen verabschiedete die beiden Lehrkräfte im Namen des Personalrates: „Ihr habt euren Beruf als Berufung verstanden und habt euren Schülern ausreichend Rüstzeug mit auf den Weg gegeben, das war Herzensangelegenheit für euch. Ihr genießt Respekt und Anerkennung. Euer Wirken haben wir in einem dicken Erinnerungsbuch zusammengefasst“. Hiervon erhielten beide ein Exemplar. „Ihr hinterlasst große Fußstapfen“, dankte Uta von Salzen im Namen des Kollegiums. - bä

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