Bau- und Friedhofsausschuss der Samtgemeinde tagt / Beschluss durch den Rat

Rasenreihegräber in Rethem

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Das rote Rechteck rechts zeigt, wo die Rasenreihegräber angelegt werden sollen. Bild: Samtgemeinde Rethem

Rethem - Auf dem Friedhof in Rethem soll es Rasenreihegräber geben. Dafür sprachen sich am Donnerstag die Mitglieder des Bau- und Friedhofsausschusses der Samtgemeinde einstimmig aus. Eine in Frage kommende Fläche ist vorhanden. Für das Jahr 2016 sollen Haushaltsmittel vorgesehen werden, um einen Gedenkplatz zu gestalten. Das Grabfeld wird noch in diesem Jahr hergerichtet.

Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige sagte, dass die Bestattungskultur in den vergangenen Jahren einen deutlichen Wandel erlebt habe. Die Nachfrage nach pflegeleichten oder -freien Grabarten nehme zu. In der Samtgemeinde gebe es bereits auf verschiedenen Friedhöfen Urnenrasenreihegräber.

Rasenreihegräber sind hingegen Grabstätten, die der Reihe nach im Bestattungsfall für die Dauer der Ruhefrist zur Beisetzung eines Sarges vergeben werden. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.

Nele Lühning von der Friedhofsverwaltung berichtete, dass zunächst einmal eine Fläche für diese in der Samtgemeinde neue Bestattungsform vorgesehen werde. Für die Nutzungsberechtigten entstehe kein Pflegeaufwand. Stephan Lüchau, SPD, erklärte, dass die Fläche von der Samtgemeinde zu unterhalten sei. „Wir müssen aufpassen, dass dort keine Mondlandschaft entsteht.“ Bei Rasenreihegräbern sei mit Setzungen von 20 bis 30 Zentimetern zu rechnen. Lüchau sprach sich, anders als die Verwaltung, dafür aus, die Stärke und das Material der Gedenkplatten vorzugeben. Bei einer längeren Liegezeit sei Stein Holz vorzuziehen. Er riet auch, das Niederlegen von Grabschmuck nicht grundsätzlich zu untersagen, sondern im Herbst und Winter zu erlauben.

Weiter beschäftigte sich der Ausschuss mit der Neugestaltung der Urnenrasenreihegräber, der Erneuerung des Hauptweges und dem Bau eines Entsorgungsplatzes auf dem Friedhof in Rethem.

Es gehe um eine Aufwertung der Gräberfläche mit überschaubaren Mitteln. Der Verwaltungsvorschlag sieht vor, das Grabfeld mit einer Einfassung aus Hochborden oder Rechteckpalisaden zu versehen. Unter den zwei Ahornbäumen solle der mäßige Grasbewuchs durch Bodendecker oder Kieselsteine ersetzt werden. Lüchau äußerte sich skeptisch, ob unter den Bäumen Bodendecker wachsen könnten. Kies sei nur unterhaltungsbedürftig, wenn etwas durchwachse. Dem widersprach Dr. Kathrin Wrobel, CDU, die erzählte, wie mühevoll es sei, Blätter aus dem Kies zu entfernen. Voige wollte daraufhin vorrangig Bodendecker vorsehen. Lüchau warnte zudem vor einer Stolpergefahr und Entwässerungsproblemen durch Hochborde.

Wolfgang Leseberg, SPD, sagte, dass die Erneuerung des Hauptweges für ihn so nicht beschlussfähig sei. „Ich hätte gerne eine Folgekostenberechnung der in Frage kommenden Maßnahmen.“ Dazu gehöre neben der vorgeschlagenen Pflasterung mit Betonsteinen auch eine wassergebundene Wegedecke. Wrobel merkte an, dass sie sich auf einer Begehung schon für eine Pflasterung ausgesprochen hätten, das reichte Leseberg jedoch nicht aus. Die Politiker einigten sich schließlich darauf, den Weg 2016 erneuern zu lassen. Die Verwaltung wird entsprechende Vorschläge machen.

Voige teilte mit, dass die Sanierungsmaßnahmen der Altenwahlinger Kapelle abgeschlossen seien. Noch gefällt werden auf dem dortigen Friedhof zwei große Tannen, die für eine starke Moos- und Algenbildung sorgen.

sal

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