Barrierefreiheit für die bauliche Umsetzung der inklusiven Grundschule

32000 Euro für Brandschutz

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Der graue Bereich unten zeigt die Rampe in Richtung Hainholzstraße. Grafik: Samtgemeinde Rethem

Rethem - Barrierefreie Zugänge und behindertengerechte Brandschutztüren – der Bau- und Friedhofsausschuss sowie der Schulausschuss der Samtgemeinde Rethem stimmten am Dienstag einmütig dem Grundsatzbeschluss für die baulichen Umsetzungen der Einführung der inklusiven Grundschule in Rethem zu.

Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige erinnerte an die Vorstellung erster Planungen von Corinna Bruns Anfang März. Bei einem kurz darauf folgenden Vor-Ort-Termin in der Schule, unter anderem mit dem Brandschutzprüfer des Landkreises, seien ihnen allerdings noch viele zusätzliche Punkte mit auf den Weg gegeben worden. Es gelte nun zu ermitteln, welche Maßnahmen wirklich zwingend seien, sonst reichten die Haushaltsmittel kaum aus.

Bauamtsleiter Nils Schobeß stellte die Eckdaten vor. 32000 Euro würden alleine für den Brandschutz fällig. Inklusive aller Planungsleistungen ergäben sich Kosten in Höhe von rund 89000 Euro. „Wir müssen uns einigen, was wir machen können und wollen.“ Um Kosten zu sparen, empfahl die Verwaltung, nicht alle Schulzugänge barrierefrei zu gestalten. Verzichte man auf die Rampe auf dem südlichen Schulhof, die in den Foyer-Bereich führe, und auf die Rampe aus Richtung Londystraße zur Mensa, spare man 5000 Euro. Ein auf den Rollstuhl angewiesenes Kind käme auch von der anderen Seite in die Mensa.

Ein zentrales Behinderten-WC soll neben dem Hausmeister-Büro entstehen. Falle das Behinderten-WC im Mensa-Bereich weg, entfielen nochmals 5000 Euro, erzählte Schobeß.

Grundschulleiterin Sandra Steinhoff-Schäfer erzählte, dass im Zuge der Zusammenlegung der Ober- und der Grundschule auch die Verwaltung an einem Ort angesiedelt werde – und zwar im Bereich der jetzigen Oberschul-Verwaltung . Der Haupteingang werde an der Hainholzstraße zu finden sein.

Es ist vorgesehen, den oberen Bereich zweier Treppenaufgänge durch Leichtbauwände abzutrennen und Brandschutztüren einzubauen, da dort Wechselrichter der Photovoltaik-Anlage angebracht sind. Steinhoff-Schäfer sagte, dass eine Alternative sei, die Wechselrichter auf dem Dachboden unterzubringen. Schobeß sagte, dass sie mit dem Landkreis an einer Lösung arbeiteten.

Frank Leverenz, CDU, bezweifelte, dass man mit den geschätzten 89000 Euro hinkomme. „Ich rechne mit deutlich höheren Kosten.“

Strittig war, ob die alten Rampen stehen bleiben sollen. Schobeß erklärte, dass man an diese anarbeiten werde. Stephan Lüchau, SPD, riet, die alten Rampen zurückzubauen. Das sei im Zweifel günstiger. Voiges Allgemeiner Vertreter Harm-Dirk Hüppe sagte allerdings, dass man beispielsweise keine Handläufe brauche, wenn man die Rampen einbeziehe.

Lüchau wollte auf jeden Fall einen Blick auf den Ausschreibungstext werfen. Schobeß versprach, diesen zuzusenden.

sal

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