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Ausbau des Kita-Angebotes der Samtgemeinde Rethem geplant

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Von: Klaus Müller, Florian Adolph

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Rethems Rathaus, Frontansicht.
In Rethems Rathaus wird über einen Kita-Ausbau nachgedacht. © Florian Adolph

Die Einrichtungen sind voll besetzt. Bedarf gibt es für bis zu zwei neue Gruppen. Samtgemeindebürgermeister Björn Symank berichtet von Plänen, diesem Mangel im Kita-Angebot entgegenzuwirken.

Rethem – Die drei Kindergärten in der Samtgemeinde Rethem erfreuen sich großer Beliebtheit. Wie Samtgemeindebürgermeister Björn Symank in einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte, besuchen 151 Kinder die Einrichtungen in Rethem, Böhme und Häuslingen. Damit seien die Kitas restlos gefüllt.

„Wir hatten im Dezember sogar das Novum, dass wir Kindern erstmals absagen mussten“, so Symank. „Es kommt leider vor, dass sich Eltern in der Samtgemeinde für einen Kita-Platz bewerben und keinen mehr finden“. Bedarf gebe es für eine, vielleicht sogar zwei Gruppen. In einer Kita-Gruppe könnten bis zu 15 Kinder Platz finden. Und auch in den Krippen werde es eng. Da es in mehreren Gemeinden Baugebiete gibt, rechnet Symank für die Zukunft mit einem noch höheren Betreuungsbedarf.

Die Akteure finden sich zusammen, um mit den Plänen ins Detail zu gehen

Um dem Mangel entgegenzuwirken, ist geplant, das Kita-Angebot zu erweitern. Im vergangenen Jahr sei dieses Ziel in einem Treffen mit den Mitgliedsgemeinden bereits grob besprochen worden, berichtet der Samtgemeindebürgermeister. Am Montag, 30. Januar, finden sich die Akteure in einer nicht öffentlichen Ratssitzung zusammen, um bei den Plänen ins Detail zu gehen.

„Den Mitgliedsgemeinden sollen Möglichkeiten vorgestellt werden“, erklärt Symank. „Die Samtgemeinde kann nicht alleine bestimmen, wo eine Kita hinkommen sollte.“ Es wäre beispielsweise eine erwägenswerte Lösung, die beiden Kleinkindergärten in Häuslingen und Böhme zu erweitern. Dadurch würde allerdings der Raum für die Kinder, die bereits dort hingehen, weiter eingeschränkt werden, unter anderem, wenn bestehende Räume für neue Krippengruppen verwendet würden.

Eine Alternative wäre, eine Kita komplett neu zu bauen. Dies wäre zukunftssicherer, aber auch teurer als eine Erweiterung. Björn Symank schätzt, dass bei einem Neubau insgesamt etwa zwei Millionen Euro Kosten herauskommen würden. Auch für eine Erweiterung der Kindergärten würden schon mehrere 100 000 Euro veranschlagt. Im Samtgemeindehaushalt seien bereits Mittel für den Ausbau des Kita-Angebots vorgesehen, erklärt der Samtgemeindebürgermeister.

Symank kommt aber nicht umhin, die schwierige finanzielle Situation der Samtgemeinde zu betonen. Danach würden jährlich 800 000 bis zu knapp einer Million Euro für alle drei Kindergärten aufgewendet. Dazu komme noch der Anteil des Landkreises, der ähnlich hoch liegen dürfte. Dies sei ein kräftiger Griff in den Samtgemeindehaushalt, der aber, so Symank, dringend notwendig sei.

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